Aberration, chromatische (Farbfehler)
Die Brechzahl einer Linse hängt von der Wellenlänge des einfallenden Lichts ab. Diese auch Dispersion genannte Erscheinung verursacht die chromatische Aberration (vom griechischen Chroma für Farbe). Die verschiedenfarbigen Anteile des Lichts laufen in unterschiedlichen Brennpunkten zusammen, was vor allem an harten Kanten zu unerwünschten Farbsäumen führt.
Aberration, sphärische (Öffnungsfehler)
Die sphärische Aberration bewirkt, dass achsparallel einfallende Lichtstrahlen nach dem Durchgang durch das optische System nicht im gleichen Punkt zusammenlaufen. Es entstehen Unschärfen. Je weiter außen der Strahl verläuft, desto stärker ist im Allgemeinen die Abweichung.
Melder, der das Entfernen eines Gegenstandes (z.B. Wertschutzschrank) frühzeitig meldet, bevor ein definierter mechanischer Widerstand einer vorhandenen mechanischen Sicherungseinrichtung überwunden ist. (Definition: VdS)
Die Abtastsicherheit ist der Grad der Erschwerung, die eingesetzten Zuhaltungen eines Profilzylinders mit geeigneten Hilfsmitteln gewalt- und spurenlos aus dem Profilzylinder zu ermitteln, um nach den festgestellten Werten (Maßen) einen Nachschlüssel anzufertigen (nach DIN 18252).
Der abwehrende Brandschutz umfasst alle (nichtautomatisch wirkenden) Mittel, Maßnahmen und Methoden, die zur Eingrenzung eines Brandes, zur Begrenzung des Brandschadens sowie zur Bekämpfung und Löschung eines Schadensfeuers erfoderlich sind.
Achromaten und Apochromaten sind spezielle, mehrschichtige Linsen, die die Farbfehler eines optischen Systems korrigieren.
Aktivmelder sind Detektoren in Messkammern mit Ansaugeinrichtungen, durch die Luftströme angesaugt oder denen anderweitig Brandkenngrößen aktiv zugeleitet werden.
Die Detektoren in den Messkammern können punktförmige, speziell abgestimmte oder hoch empfindliche Melder sein. Auch Kombinationen mehrerer verschiedener Melder in einer Messkammer sind üblich, um sowohl die Empfindlichkeit zu erhöhen als auch Falschalarme zu unterdrücken. Die Ausgangssignale der einzelnen Detektoren werden durch Software verknüpft.
Signalisieren eines in einer Gefahrenmeldeanlage (GMA) eingetretenen Zustands, der die Einleitung Gefahren abwehrender Maßnahmen (Intervention) erforderlich macht.
Der Alarmdienst umfasst sowohl die Annahme und Auswertung eines Alarms bzw. einer Notmeldung, das Erkennen der Alarmart sowie des Alarmumfangs, die Alarmierung von innerbetrieblichen und außerbetrieblichen hilfeleistenden Stellen und die Einleitung sonstiger Erstmaßnahmen als auch die Erstellung der schriftlichen Alarmmeldungen und das Führen von Alarmregistern und sonstigen Unterlagen.
Alarmdienst- und Interventionsattest
VdS-Vordruck (VdS 2529), in dem von einer Alarmempfangsstelle (z.B. VdS-anerkanntes Wach- und Sicherheits¬unternehmen mit NSL) Interventionsmaßnahmen u.a. dokumentiert werden. Das Alarmdienst- und Interventionsattest kann Vertragsgrundlage des Versicherungsvertrags zwischen Versicherungsnehmer und Versicherer sein.
Alarmempfangseinrichtung (AE)
Empfangseinrichtung in Alarmübertragungsanlagen, die Meldungen aus Gefahrenmeldeanlagen empfängt, quittiert, auswertet, anzeigt und Steuersignale an die Übertragungseinrichtung (ÜE) überträgt. Alarmempfangseinrichtungen bestehen aus mindestens einer Übertragungszentrale (ÜZ) und einer Bedieneinrichtung (BE).
Eine Alarmfolie ist eine selbstklebende Polyesterfolie mit eingelegten Alarmfäden (Silberfäden) zur Glasdurchbruchüberwachung. Sie wird nachträglich auf eine vorhandene Fensterverglasung aufgebracht und entspricht der höchsten VdS-Klasse C.
Im Gegensatz zur Alarm-Sicherheitsfolie besitzt sie keine durchwurfhemmenden Eigenschaften.
Ein Alarmglas ist ein Glas, das bei Beschädigung oder Zerstörung eine Einbruchmeldeanlage auslöst.
Alarmierungseinrichtungen dienen zum herbeirufen von Hilfe zur Gefahrenabwehr oder der Warnung von Personen. Sie können Teil oder Zusatzeinrichtung einer Gefahrenmeldeanlage (GMA) sein. (Definition nach DIN VDE 0833 T1 01.89)
Normierte Darlegung von Sachverhalten aktuell auszuführender Interventionsmaßnahmen für ein Objekt durch eine Notruf- und Service-Leitstelle (NSL) zur unmittelbaren Information für die Polizei zum Zweck einer koordinierten gemeinsamen Einsatzführung.
Die Alarmorganisation umfasst alle Maßnahmen, die bei einem Brand der Alarmierung, Rettung, Verhinderung der Brandausbreitung, Brandbekämpfung und der Orientierung dienen. (Definition nach DIN VDE 0833 T2 07.92)
Ein Alarmplan ist eine festgelegte Regelung, welche festlegt, was bei einem bestimmten (Schadens-) Ereignis geschehen soll.
Alarmübertragungsanlage (AÜA)
Einrichtungen und Netze, die Informationen über den Zustand einer oder mehrerer Gefahrenmeldeanlagen zu einer oder mehreren Notruf- und Service-Leitstellen übertragen.
Feststellung, ob die auslösende Ursache eines Alarms auf einer realen Gefahrensituation beruht.
Anmerkung: Die Verifikation eines Alarms erfolgt in der Regel durch Beobachten, Überprüfen der auslösenden Ursache bzw. des Ablaufs eines Alarms, durch persönliche visuelle Nachschau oder über Videoüber¬wachungssysteme. Sie dient insbesondere zur Unterscheidung zwischen „Falschalarmen" und „Echtalarmen", d.h. Alarmen, die auf realen Gefahrensituationen beruhen.
Die Alarmzentrale ist der wichtigste Baustein einer Gefahrenmeldeanlage. Mit ihren peripheren Einrichtungen, wie Meldungsgeber und Signalisierungseinrichtungen dient sie der präventiven Früherkennung von Gefahren für Leben und Sachwerte. In der Alarmzentrale werden die Informationen aller angeschlossenen automatischen und nichtautomatischen Meldungsgeber entgegengenommen, verarbeitet, bewertet und angezeigt.
Alarmzentralen werden im Wesentlichen für die Meldung von Überfall, Einbruch und Brand eingesetzt.
Anfangsöffnung/Lichtstärke
Die maximale Blendenöffnung eines Objektivs bezeichnet man auch als Anfangsöffnung; sie ist ein Maß für die Lichtstärke. Je kleiner der Wert, desto mehr Licht kann durch die Linsen treten.
Angriffhemmende Verglasung
Eine angriffhemmende Verglasung ist ein Erzeugnis aus einer Glasscheibe oder aus mehreren Glasscheiben mit oder ohne Kunststoffscheibe(n), dessen einzelne Scheiben eine gleichmäßige Dicke über die gesamte Fläche des Erzeugnisses haben.
Anlagentechnischer Brandschutz
Durch technische Anlagen realisierbarer Brandschutz. Gesamtheit aller der Brandschutzmaßnahmen, die durch Nutzung spezieller Anlagen und technischer Mittel sowohl präventiv (z.B. Branddetektion, Brandsignalisation) als auch operativ (z.B. Brandlöschung, Begrenzung und/oder Verhinderung der Brandausbreitung) wirken.
Die Notwendigkeit solcher Anlagen ist in unterschiedlichen Regeln, Normen und Vorschriften je nach Bedeutung und Schutzwürdigkeit des Objektes bzw. seiner Nutzer gefordert.
Ihre Gestaltung, Dimensionierung und Errichtung erfolgt zweckmäßigerweise nach festgelegten und gesicherten/bewährten Regeln (z.B. VdS- oder VDI-Richtlinien).
Application-Level-Gateway (ALG)
Die Funktionen eines Sicherheitsgateways auf Anwendungsebene werden von den so genannten Application-Level-Gateways (ALG) übernommen. Implizit nehmen ALGs auch Funktionen auf den ISO-/OSI-Schichten 1 bis 3 wahr. ALGs, auch Sicherheitsproxies genannt, unterbrechen den direkten Datenstrom zwischen Quelle und Ziel. Bei einer Kommunikationsbeziehung zwischen Client und Server über einen Proxy hinweg nimmt der Proxy die Anfragen des Clients entgegen und leitet sie an den Server weiter. Bei einem Verbindungsaufbau in umgekehrter Richtung, also vom Server zum Client, verfährt der Proxy analog.
Sämtliche Kommunikationsbeziehungen zwischen den beiden Rechnern verlaufen in diesem Fall also mittelbar über den Proxy. Diese Kommunikationsform ermöglicht es einem Proxy beispielsweise bestimmte Protokollbefehle zu filtern.
Asphärische Ojektive verfügen über mindestens eine brechende Linsenoberfläche, die von der Kugelform abweicht. Eine solche asphärische (nicht kugelförmige) Fläche ermöglicht die Korrektur der sphärischen Aberration. Die Fertigung einer Asphäre ist in der Regel teurer als die einer sphärischen Linse.
Hierunter versteht man Schließzylinder, deren Innen- und Außenseiten unterschiedliche Grundlängen haben.
Aufbaustifte sind zusätzlich zu den Stiftzuhaltungen eingebrachte Sperrorgane, die die für die Funktion von Schließanlagen notwendigen zusätzlichen Trennungsebenen schaffen.
Anzahl der Linienpaare pro Bildhöhe (Lp) beziehungsweise traditionell aus der Videotechnik die Frequenz in Megahertz (MHz). Gute Kameras sollten bei 1.000 und bei 100 Lx mindestens 230 Lp darstellen können.
Praxisgerechtes Maß für die Wiedergabe feiner Details. Der Wert wird aus der interpolierten Auflösungskurve berechnet mit erhöhter Gewichtung höherer Frequenzen. 100% entsprächen einer geraden Auflösungskurve von 0,5 bis 5,0 MHz auf der 0 dB-Linie. Abweichungen von der 0 dB-Linie (positiv wie negativ) führen zu Abzug. Als gut können Werte ab etwa 70% angesehen werden.
Auftraggeber ist die Firma, welche die Anerkennung als Wach- und Sicherheitsunternehmen (WuS) zum Betreiben einer Notruf- und Service-Leitstelle (NSL) bzw. Interventionsstelle (IS) beauftragt.
Das Ausgangsrisiko entspricht der aktuellen Risikosituation ohne Einbezug jeglicher organisatorischer Massnahmen wie vorsorgliche Sperrungen und Evakuationen. Bestehende bauliche Schutzmassnahmen sind allenfalls in der Gefahrenbeurteilung bereits berücksichtigt.
Ausstiege sind Öffnungen (Luken, Fenster o.ä.) vorzugsweise in Außenwänden und Dächern, die im Brandfall zum Verlassen eines unmittelbar gefährdeten Bereiches genutzt werden können. Sie sind normalerweise keine planmäßigen Ausgänge im Havariefall, da üblicherweise bis zum Erreichen des Bereiches der Sicherheit weitere technische Hilfsmittel erforderlich sind (z.B. Feuerleiter, Rettungsgerät der Feuerwehr).
Bei Nutzung eines Ausstiegs als zweiten Rettungsweg sind nach den jeweiligen Landesbauordnungen bestimmte geometrische Anforderungen an die Öffnung bzw. deren Lage im Gebäude/in der Gebäudeaußenwand zu erfüllen.
In Abhängigkeit von der Funktion der Öffnung und deren Nutzbarkeit können Abweichungen in den Mindestmaßen gestattet werden. Z.B. gilt die Mindestbreite 90 cm im Lichten für ein Fenster als zweiten Rettungsweg, nicht für eine Balkontür mit gleicher Zweckbestimmung.
Authentisierung bezeichnet den Nachweis eines Kommunikationspartners, dass er tatsächlich derjenige ist, der er vorgibt zu sein. Dies kann unter anderem durch Passwort-Eingabe, Chipkarte oder Biometrie erfolgen.
Mit dem Begriff Authentizität wird die Eigenschaft bezeichnet, die gewährleistet, dass ein Kommunikationspartner tatsächlich derjenige ist, der er vorgibt zu sein. Bei authentischen Informationen ist sichergestellt, dass sie von der angegebenen Quelle erstellt wurden. Der Begriff wird nicht nur verwendet, wenn die Identität von Personen geprüft wird, sondern auch bei IT-Komponenten oder Anwendungen.
Automatische Brandmeldeanlage
Anlage, die ohne menschliches Zutun das Auftreten von Bränden im Anfangsstadium erkennt und sofort meldet. (Definition nach VdS)
Automatische Brandschutzanlage
Die automatische Brandschutzanlage ist eine stationäre Brandschutzanlage, deren Funktionsablauf vorgegeben (programmiert) ist. Sie erledigt nach Funktionsumfang mehrere Aufgaben nacheinander oder auch parallel.
Automatischer Brandmelder
Ein automatischer Brandmelder ist der Teil einer Brandmeldeanlage, der eine geeignete physikalische und/oder chemische Kenngröße zur Erkennung eines Brandes in dem zu überwachenden Bereich ständig oder in aufeinander folgenden Zeitintervallen beobachtet.
Automatische Melder sind Melder, die zur Bildung von Gefahrenmeldungen dienende physikalische Kenngrößen erfassen und auswerten.
(Definition nach DIN VDE 0833 T1 01.89)
Eine Lesestation, die im normalen Betrieb online mit der Zentraleinheit zusammenarbeitet, bei Unterbrechung des Datenverkehrs mit der Zentraleinheit jedoch autonom (offline) eingeschränkte Funktionen durchführt. Sie entspricht einer Datenstation im Sinne DIN 44302.
Bei einer Autorisierung wird geprüft, ob eine Person, IT-Komponente oder Anwendung zur Durchführung einer bestimmten Aktion berechtigt ist.
Unter Außenhautschutz werden alle Sicherheitsmaßnahmen an der Gebäudehülle verstanden, die das oder die Objekte im Gebäudeinnern schützen. Er besteht aus mechanisch/baulichen Maßnahmen (Außenhautsicherung) aus elektronischen Maßnahmen, Detektionsmaßnahmen und/oder organisatorischen/personellen Maßnahmen (Außenhautüberwachung). Der Außenhautschutz hat zum Ziel, das Eindringen von nicht autorisierten Personen entweder zu verhindern oder zumindest zu erschweren, sowie solche Versuche möglichst frühzeitig zu detektieren.
AWAG (Automatisches Wähl- und Ansagegerät)
Telefonwählgerät, bei dem die Informationen durch Sprache übertragen werden.
Hinweis: Heutige Bezeichnung Übertragungseinrichtung (ÜE).
AWUG (Automatisches Wähl- und Übertragungsgerät)
Übertragungseinrichtung (ÜE) zum Anschluss an Telefonnetze (Telefonwählgerät). Die Informationen werden durch codierte Signale übertragen. Das Teilnehmergerät wird als AWUG T, das Zen¬tralgerät bei der Alarmempfangsstelle als AWUG-Z bezeichnet.
Hinweis: Heutige Bezeichnung Übertragungseinrichtung (ÜE).
Fenster und Türen sind häufig nur auf der Schlossseite gegen Einbruch gesichert. Eine Schwachstelle sind die Bänder: Hier ist ohne zusätzliche Sicherung ein Aufhebeln nach innen möglich. Bandseitensicherungen, auch Hintergreifhaken oder Zwangsverriegelung genannt, sollen dieses Risiko minimieren und Türen oder Fenster auf der Scharnierseite schützen. Bei neueren Anlagen sind sie häufig bereits integriert. Bei älteren Modellen kann eine Sicherung nachgerüstet werden.
Das Bauproduktengesetz (BauPG) vom 10. August 1992 (siehe Bundesgesetzblatt, Jahrgang 1992, Teil I, Nr. 39. Seite 1495 ff.) setzt die EG-Bauproduktenrichtlinie (Richtlinie 89/106/EWG) vom 21. Dezember 1988 in Deutschland um. In diesem Gesetz werden die Vorraussetzungen für das Inverkehrbringen und den freien Warenverkehr im Bereich der Europäischen Gemeinschaft mit allen von der Richtlinie erfassten Bauprodukten geregelt.
Bedarfsgesteuerte Verbindung (Wählverbindung)
Physikalische oder logische Verbindung, die vor einer Übertragung von Meldungen oder zur Überwachung der Verbindung erst aufgebaut werden muss und nach der Übertragung bzw. Überwachung wieder abgebaut wird.
Einrichtung, die Meldungen und Informationen der Übertragungszentrale (ÜZ) anzeigt, ggf. speichert und die Auslösung von Steuerbefehlen zur Übertragungseinrichtung (ÜE) ermöglicht.
Spezielle Art einer Überfallmeldung, die von Personen im akuten Fall einer Bedrohung, z.B. im Zusammenhang mit der Betätigung einer Schalteinrichtung, ausgelöst werden kann und unabhängig vom Schaltzustand der EMA zu einem Fernalarm führt.
Beidseitige Schließbarkeit
Hierunter versteht man eine Technik, die es allen berechtigten Schlüsselbesitzern erlaubt, einen Doppelzylinder auch dann zu betätigen, wenn von der anderen Seite ein Schlüssel im Schlüsselkanal steckt.
Die Benutzerkennung ist der Name, mit dem sich der Benutzer einem IT-System gegenüber identifiziert. Dies kann der tatsächliche Name sein, ein Pseudonym, eine Abkürzung oder eine Kombination aus Buchstaben und/oder Ziffern.
Bei der Integration von Sicherheitssystemen mit einem Sicherheitsleitsystem ist die einheitliche Darstellung der Ereignisse auf Text- und Grafikbildschirmen ein wichtiger Sicherheitsfaktor geworden. Durch standardisierte Benutzerschnittstellen mit einer Alarmübersicht für alle Sicherheitssysteme, zugehörigen Maßnahmentexten mit Interventionsplänen, die eine stressfreie Beurteilung von kritischen Situationen ermöglichen, wird eine angepasste und schnelle Intervention im Störfall erleichtert.
Einfachste Bedienung mit Bedienerführung ist dabei eine Voraussetzung, um die verantwortlichen Mitarbeiter nicht von den eigentlichen Überwachungsaufgaben abzulenken.
Das Risiko, einen Verlust zu erleiden auf Grund des Versagens interner Prozesse, Personen und Systeme oder externer Ereignisse.
Die Betriebsstätte ist der Standort an dem sich die Notruf- und Service-Leitstelle (NSL) bzw. die Interventionsstelle (IS) befindet. In der Regel sind Auftraggeber und Betriebsstätte identisch. Alternativ hierzu kann es sich bei der Betriebsstätte um eine juristisch unselbstständige Niederlassung des Auftraggebers handeln.
BIA (Business Impact Analyse)
Eine Business Impact Analyse (Folgeschädenabschätzung) ist eine Analyse zur Ermittlung von potentiellen direkten und indirekten Folgeschäden für eine Institution, die durch das Auftreten eines Notfalls oder einer Krise und Ausfall eines oder mehrerer Geschäftsprozesse verursacht werden.
Bildermelder sind Wertschutzmelder, die im Rahmen des Intrusionsschutzes eingesetzt werden, um wertvolle Gemälde oder andere aufgehängte Gegenstände gegen unbefugtes Entfernen zu sichern. Sie bestehen aus einem empfindlichen, meist piezoelektrischen System, an dem die Kunstgegenstände aufgehängt sind. Schon die leichteste Berührung genügt, um das piezoelektrische System aus dem Gleichgewicht zu bringen, wodurch ein Alarm ausgelöst wird. Bildermelder dienen ausschließlich dem Schutz von Einzelobjekten und sind mit anderen Meldern zu einem System zu kombinieren.
Der Bildspeicher ist ein elektronischer Speicherbaustein, der soviel Platz bietet, dass alle notwendigen Daten zur Reproduktion eines digitalisierten Videobildes hineinpassen. Ein Bildspeicher ist temporärer Natur, d.h. er stellt seinen Speicherinhalt nur solange zur Verfügung, wie Betriebsspannung vorhanden ist und der Speicherinhalt nicht überschrieben wird. Mit einem vorgeschalteten Analog/Digital-Wandler ist es möglich, je nach technischer Ausstattung, farbige oder schwarz/weiße Videobilder aus einem Videosignal in Echtzeit zu speichern. Diese Bilder können zwecks dauerhafter Speicherung in digitaler Form auf ein entsprechendes Medium (Platten, Disketten, CD-ROM) geschrieben werden. Manche Bildspeicher-Systeme sind in der Lage in einer vorprogrammierten Weise mehrere Bilder zeitgenau zu speichern und automatisch zu einer analogen Massenspeicherung (Videorekorder) zu übertragen.
Die Bildsprechanlage kann begrenzte Außenbereiche (seltener auch Innenbereiche) optisch erfassen. Zum System gehört eine Wechselsprech- oder Gegensprechmöglichkeit und eine elektrische Türöffnungseinrichtung. Die Grundausrüstung besteht aus Türstation (außen), Monitorstation (innen) und Steuerzentrale.
Im weitesten Sinne handelt es sich um ein Zutrittskontroll-System, das durch mehrere Tür- oder/und Monitorstationen erweitert werden kann, stets aber der Mitwirkung von Menschen bedarf.
Biometrische Authentifikation
Durch Bestimmung geeigneter charakteristischer körperlicher Merkmale während einer Authentifikationsanfrage und Vergleich mit den hinterlegten biometrischen Daten wird die Berechtigung eines Anwenders festgestellt und gegebenenfalls eine Freigabe erteilt.
Biometrische Gesichtserkennung
Bei der biometrischen Gesichtserkennung wird über eine Kamera das Gesicht einer Person aufgenommen und mit einem oder mehreren zuvor gespeicherten Gesichtsbildern verglichen.
Dabei wird zunächst das Bild in einem PC digitalisiert. Die Erkennungssoftware lokalisiert sodann das Gesicht und berechnet seine charakteristischen Eigenschaften. Das Ergebnis dieser Berechnung - ein so genanntes Template - wird mit den Templates der gespeicherten Gesichtsbilder verglichen.
Ein Merkmal muss, um für ein biometrisches Verfahren geeignet zu sein, für verschiedene Menschen hinreichend verschieden sein. Es sollte sich auch im Laufe der Zeit möglichst wenig ändern. Kleinere Änderungen können adaptive Verfahren ausgleichen. Es sind auch Merkmalskombinationen sinnvoll einsetzbar, wie die Erfassung des Gesichts kombiniert mit Stimmerkennung.
Bei Blackbox-Tests wird das Verhalten von Außentätern simuliert, wobei vorausgesetzt wird, dass der Angreifer keine oder nur oberflächliche Informationen über sein Angriffsziel hat.
Die Blende reduziert die durch das Objektiv fallende Lichtmenge durch Beschneiden des Strahlengangs vom Rand her. Dadurch werden gleichzeitig bestimmte Linsenfehler verringert und die Schärfentiefe erhöht. Die Größe der Blende gibt man in Blendenwerten (k) an, die sich aus dem Verhältnis Brennweite (f) durch effektive Eintrittspupille (D) berechnen lässt (k = f/D). Von einer Blendenstufe zur nächsten halbiert sich die durchgelassene Lichtmenge (etwa beim Schließen der Blende von 4 auf 5,6), bei Verdoppelung der Blendenzahl (etwa von 8 auf 16) reduziert sich die Lichtmenge auf ein Viertel.
Sogenannte Blindzylinder dienen dem Verschließen von Profilzylindern (gelochten Türbeschlägen), ohne dass eine Schließfunktion gegeben ist.
Bohrmulden sind runde Einfräsungen im Schlüssel, die die Hubbewegungen der Stiftzuhaltungen im Zylinder steuern und kontrollieren.
Bohrschutz (elektronisch)
Bohrangriffe auf Tür- und Wandflächen, Geräte, Scharfschalt-Einrichtungen und sonstige besonders exponierte Stellen bei Einbruchmeldeanlagen oder anderen Schutzeinrichtungen können durch Maßnahmen elektronischer bzw. elektrischer Art frühzeitig erkannt werden. Die Meldung eines Angriffs, Eingriffs oder einer Manipulation erfolgt meist über eine Steuerungszentrale als optischer, akustischer oder als stiller Alarm.
Da der elektrische/elektronische Bohrschutz in der Regel vom Hersteller bereits integriert ist (ausgenommen bei größerem Flächenschutz), muss auf die technischen Unterlagen des jeweiligen Herstellers besonders geachtet werden.
Einschlägige Vorschriften und Richtlinien: DIN VDE 0800/0833 T 1, 0833 T 3, VdS-Richtlinien: 2333 (Sicherungsrichtlinien), 2334, 2311 (Einbruchmeldeanlagen)
Unter mechanischem Bohrschutz versteht man technische Einrichtungen zur Abwehr von Angriffen durch Bohrgeräte. Beispielsweise: Stahlkörper, Hartmetallkörper, eingelassen im Zylinderkern und Zylindergehäuse.
Warnung vor einer durch Brand bestehenden Gefahr für Personen und Sachen, um Maßnahmen zur Gefahrenabwehr einleiten zu können.
Brandmeldeanlagen (BMA) sind Gefahrenmeldeanlagen (GMA), die Personen zum direkten Hilferuf bei Brandgefahren dienen und/oder Brände zu einem frühen Zeitpunkt erkennen und melden.
(Definition nach DIN VDE 0833 T2 07.92)
Aufgaben der Brandmeldezentrale sind: Meldungen bzw. gleichwertige Informationen der angeschalteten Meldergruppen aufzunehmen, auszuwerten und sie optisch und akustisch anzuzeigen. Die Meldergruppen bzw. den Meldebereich zu kennzeichnen und gegebenenfalls zu registrieren. Die Brandmeldeanlage zu überwachen, sowie Fehler optisch und akustisch anzuzeigen (z.B. bei Störungen der Primärleitungen oder der Energieversorgung). Wenn erforderlich, bei Brandmeldung eine Alarmierungseinrichtung anzusteuern. Wenn erforderlich, die Brandmeldung über die Übertragungseinrichtung für Brandmeldungen, z.B. an die Feuerwehr, weiterzuleiten. Wenn erforderlich, die Brandmeldung über Steuereinrichtung für automatische Brandschutzeinrichtungen, z.B. zu einer CO2-Löschanlage, weiterzuleiten und die Melder gegebenenfalls mit Energie zu versorgen.(Definition nach DIN 14675 01.84)
Vielfach allgemein bauaufsichtlich zugelassene Lösungen bzw. spezielle technische Vorrichtungen (zulassungspflichtig) zum brandschutztechnisch wirkungsvollen Verschluss von Öffnungen in brandschutztechnisch qualifizierten Bauteilen (z.B. Wände und/oder Decken). Sie werden nach Durchführung von Leitungen, Kabeln und/oder Rohren entsprechend bestimmter Vorgaben wieder dauerhaft mit geeigneten Mitteln bzw. Materialien so verschlossen, dass die brandschutztechnische Qualität des durchdrungenen Bauteils auch für den Bereich der Durchdringung gewährleistet ist.
Für Schottungen besteht Kennzeichnungspflicht.
Bei Nachbelegungen vorhandener Schottungen ist auf Gleichartigkeit des Schotts bzw. auf Verträglichkeit der verwendeten Schottbestandteile zu achten (Grenzen der Schott-Zulassungen beachten).
Die Brandschutzklasse (BSK) ist eine auf der Grundlage der rechnerisch erforderlichen Feuerwiderstandsdauer bestimmbare Größe (DIN 18 230-1).
Sie wird im Industriebau beispielsweise zur Bestimmung der Feuerwiderstandsklasse der Bauteile (DIN 18 230-1) bzw. zur Bestimmung der zulässigen Geschossfläche eingeschossiger Brandbekämpfungsabschnitte (Industriebaurichtlinie) herangezogen.
Bautechnische Maßnahme, die nach Baustoffeinsatz für Wand und Decke, Geometrie, Türenanordnung und Türenqualität brandschutztechnisch geregelt ist. An die Fußboden- und Wandflächen sind für Beläge die Forderungen wie für Rettungswege gestellt. Brandschutzschleusen dienen vorrangig zur Verhinderung des Raucheindringens in bestimmte Rettungswegabschnitte und damit zur Sicherung der Rettungswege.
Brandschutzverglasungen sind Bauteile mit einem oder mehreren lichtdurchlässigen Elementen. Sie sind in einem Rahmen sowie mit Halterungen und vom Hersteller vorgeschriebenen Dichtungen und Befestigungsmitteln eingebaut und erfüllen bestimmte, in der Norm DIN 4102 Teil 13 angeführte Anforderungen.
Die bauaufsichtlichen Anforderungen an Brandwände sind in den Bauordnungen der Länder jeweils ausführlich in einem besonderen Paragraphen angeführt. Als Grundforderung - z.B. § 28 (4) MBO 96 - ist angegeben: Brandwände müssen feuerbeständig sein und aus nicht brennbaren Baustoffen bestehen. Sie dürfen bei einem Brand ihre Standfestigkeit nicht verlieren und müssen die Ausbreitung von Feuer auf andere Gebäude oder Gebäudeabschnitte verhindern.
Funknetz, bei dem einem Teilnehmer bei einem Gesprächswunsch vom System ein momentan freier Funkkanal zeitbegrenzt exklusiv zugeteilt wird. Über Bündelfunk ist neben der Sprachübertragung auch die Übertragung von Daten möglich.
Business Continuity Management
Business Continuity Management (BCM) bezeichnet alle organisatorischen, technischen und personellen Maßnahmen, die zur Fortführung des Kerngeschäfts einer Behörde oder eines Unternehmens nach Eintritt eines Notfalls bzw. eines Sicherheitsvorfalls dienen. Weiterhin unterstützt BCM die sukzessive Fortführung der Geschäftsprozesse bei länger anhaltenden Ausfällen oder Störungen.
C-Mount und das davon abgeleitete CS-Mount sind genormte Anschlussgewinde für Kameraobjektive. Bei beiden beträgt der Durchmesser ein Zoll und die Gewindesteigung 1/32 Zoll. Das Auflagenmaß, also der Abstand zwischen dem Flansch des Objektivgewindes und dem Sensor, beträgt bei C-Mount 17,52 und bei CS-Mount 12,52 Millimeter. Mit einem fünf Millimeter starken Zwischenring können C-Mount-Objektive auch an Kameras mit CS-Mount angeschlossen werden.
Computer Aided Facilities Management-System: DV-gestütztes Gebäudeinformationssystem zur strategischen und operativen Verwaltung der Gebäudedienstleistungen. Der Kern eines CAFM-Systems sind prozessorientierte Auftrags- und Rechnungsstellung auf der Grundlage einer Datenbank und eines integrierten CAD-Systems.
Eine Videokamera, die mit einem Halbleiter-Bildsensor anstelle einer Aufnahmeröhre arbeitet, wird als CCD- oder auch Chip-Kamera bezeichnet. Die für Röhren typischen Nachteile wie Aufwärmphase bis zur Betriebsbereitschaft, Nachziehen (Nachleuchten) und Einbrennen gibt es in CCD-Kameras nicht mehr. Bei einem CCD, abgekürzt für Charge Coupled Device, wird Licht in kleinen, lichtempfindlichen, rechteckigen Flächen, den so genannten Pixeln, in elektrische Ladung umgesetzt. Diese wird dann in Speicher (Register) verschoben und zeilenweise ausgelesen. Die Pixel (Bildpunkte) reagieren nur auf Lichtunterschiede, ein CCD-Sensor ist demnach nur monochromatisch.
Um Farbbilder aufzunehmen, müssen die Pixel mit Farbfiltern in den Grund- oder Komplementärfarben versehen sein oder es wird für jede der drei Grundfarben ein eigener CCD-Sensor eingesetzt. Diese Farbkameras werden auch als 3-Chip-Kameras bezeichnet.
CCTV = Closed Circuit Television ist ein geschlossenes System zur Videoüberwachung.
CO2-Löschanlagen benutzen als Löschmittel Kohlendioxid. CO2 ist ein unsichtbares, geruchloses Gas, das elektrisch nicht leitend ist und seit Jahrzehnten zum Löschen von Flüssigkeits- und Elektrobränden eingesetzt wird. Es kann unter Druck verflüssigt werden. Ohne Druckanwendung geht es bei -78,5° unmittelbar in den festen Zustand über (Kohlensäureschnee bzw. Trockeneis).
Mit Datenschutz-Management werden die Prozesse bezeichnet, die notwendig sind, um die Umsetzung der gesetzlichen Anforderungen des Datenschutzes bei der Planung, Einrichtung, dem Betrieb und nach Außerbetriebnahme von Verfahren zur Informationsverarbeitung sicher zu stellen.
Mit Datensicherheit wird der Schutz von Daten hinsichtlich gegebener Anforderungen an deren Vertraulichkeit, Verfügbarkeit und Integrität bezeichnet. Ein modernerer Begriff dafür ist "Informationssicherheit".
Objektive mit DC-geregelter Blende (DC steht für Gleichstrom) werden von einem in die Kamera integrierten Verstärker gesteuert. Die Spannungsversorgung erfolgt über eine an der Kamera angebrachte vierpolige Buchse.
DCS (Digital Communications System)
Digitales Mobiltelefonnetz, das im 1800 MHz-Bereich arbeitet. Die Bezeichnung in Deutschland lautet „E-Netz“.
Detektionssysteme bestehen aus Sensoren und Signalzentralen. Die Sensoren gewährleisten die Frühentdeckungn von Leckagen gefährlicher Flüssigkeiten und erlauben einen raschen und gezielten Eingriff.
Die Signalzentrale wertet die analogen Signale der Sensoren aus und löst bei Erreichen vorprogrammierter Signalstärken ein Signal aus.
Die Diagnosemeldertechnik erlaubt neben der eigentlichen Detektion der Brandkenngröße auch eine automatische Selbstdiagnose der Sensorfunktion in Verbindung mit einer mikroprozessorgesteuerten Zentrale. Folgende Informationen werden von jedem Einzeldiagnosemelder an die Zentrale weitergeleitet und ausgewertet.
Eine digitale Signatur ist eine Kontrollinformation, die an eine Nachricht oder Datei angehängt wird, mit der folgende Eigenschaften verbunden sind: Anhand einer digitalen Signatur kann eindeutig festgestellt werden, wer diese erzeugt hat, und es ist authentisch überprüfbar, ob die Datei, an die die digitale Signatur angehängt wurde, identisch ist mit der Datei, die tatsächlich signiert wurde.
Deutsches Institut für Normung, mit Sitz in Berlin.
Das Dornmaß ist der Abstand von Mitte Drücker bis zur Stulpvorderkante. Dieser Abstand wird in Millimetern (mm) angegeben. Das Dornmaß ist ein wichtiges Maß beim Bestellen und Einbauen von Schlössern.
Drahtglas ist ein Gussglas mit einer Drahtnetzeinlage. Es wird unterschieden zwischen Drahtgussglas, Drahtornamentglas und Drahtspiegelglas.
Das eingelegte Drahtnetz erschwert nämlich nicht das Brechen der Gläser, sondern es erleichtert es durch Einbringen von Inhomogenitäten und die damit bewirkte Verringerung der Grundfestigkeit! Das punktgeschweißte Drahtnetz bewirkt eine mehr oder weniger gute Bindung der Glasscherben.
Gläser mit Drahteinlage sollen nicht in Verglasungen eingesetzt werden, die im Laufbereich von Personen liegen.
Elektromechanische Drehsperren sind für die Regelung der Menschenströme sowie der Ein- und Ausgangsregelung in den Betriebspostenhäusern, Verwaltungseinrichtungen, Geschäften, Flughäfen, auf den Banken und Bahnhöfen vorgesehen. Drehsperren finden besonders dort ihre Anwendung, wo hohe Durchlassfähigkeit und Durchgangskomfort notwendig sind.
Die Drehsperre wird entweder von einem Tastenpult manuell oder vom Zutrittskontrollsystem gesteuert. Durch das Steuerpult können Drehsperrebetriebe, die den einmaligen und mehrmaligen Durchgang in beiden Richtungen vorsehen, vorgegeben werden. Die Durchgangskontrolle geschieht in beiden Richtungen.
Eine stationäre Wasserfeuerlöschanlage, bei der durch geeignete Düsenwahl (offene Düsen) und Düsenanordnung eine vorzugsweise linienförmige Ausbildung eines Wasserschleiers erzielt wird. Die Auslösung einer Drencheranlage kann manuell oder automatisch erfolgen, wobei je nach Schutzkonzept die Drencheranlage nur abschnittsweise oder insgesamt in Betrieb genommen wird. Die Schutzwirkung beruht auf dem Kühleffekt bzw. in der Reduzierung oder Verhinderung des Strahlungswärmedurchgangs.
Druckentlastungsflächen bewirken beispielsweise als Maßnahmen des bautechnischen Explosionsschutzes bei Explosionen und Verpuffungen den Abbau von Druckwellen zum Schutz der tragenden Konstruktion. Sie werden in Dächern und Wänden derart angelegt, dass sie bei einem bestimmten, für die tragenden Konstruktionen noch unbedenklichen Überdruck bereits aus dem Wand- oder Dachgefüge herausfallen und Flächen vorherbestimmter Größe freigeben. Sie können nach unterschiedlichem Ansprechdruck dimensioniert werden.
Hierunter versteht man kleine Rund- oder Ovalzylinder, aber auch Profil-Halbzylinder, deren Arretierungsbolzen durch Eindrücken des Zylinders eine Sperrung auslösen, die nur durch eine Schlüsselbetätigung aufgehoben werden.
Dual-Bewegungsmelder haben einen Infrarot-Detektor (IR) und einen Ultraschall-Detektor (US). Man unterscheidet zwischen zwei Auswertungsarten der Detektoren:
Alarmauslösung durch US- und IR-Melder:
Eine Alarmauslösung erfolgt nur wenn beide Detektionsprinzipien ausgelöst haben. Dadurch eignet sich diese Art von Dual-Melder bei schwierigen Umweltbedingungen, da eine hohe Fehlalarmsicherheit und eine hohe Detektionssicherheit herrscht.
Alarmauslösung durch US- oder IR-Melder:
Eine Alarmauslösung erfolgt dann, wenn eine der beiden Detektionsprinzipien ausgelöst hat. Dieser Bewegungsmelder ist äußerst empfindlich. Mit Fehlalarmen ist zu rechnen.
Eine Dual-Sensor-Kamera ist mit zwei Bildaufnehmern ausgestattet. In der Regel handelt es sich dabei um einen Farb-CCD für den Tagbetrieb und einen Restlichtverstärker mit angekoppeltem Bildsensor für die Nacht (Restlichtkamera). Dieser Kameratyp ist für den 24-Stunden-Betrieb entworfen worden und vereint mehrere Vorteile in sich. Zunächst dient die Farbe als zusätzlicher Informationsträger. Außerdem braucht der Restlichtverstärker nicht mehr bei Tag eingesetzt zu werden; die Lebensdauer wird hierdurch deutlich erhöht. Für zwei Sensoren wird nur noch ein Objektiv benötigt, was sich speziell bei teuren Zoom-Objektiven kostengünstig auswirkt.
Die Umschaltzeiten einer Dual-Sensor-Kamera sind sehr kurz geworden und eigentlich nur noch von der Geschwindigkeit der Blendenregelung des verwendeten Objektivs abhängig. Der Restlichtkameraanteil kann auch mit einer Infrarotbeleuchtung betrieben werden.
Durchbruchhemmende Verglasung
Eine Verglasung ist durchbruchhemmend, d.h. ein- und ausbruchhemmend, wenn sie das Herstellen einer Öffnung zeitlich verzögert. Maßstab der Durchbruchhemmung ist also der Widerstand, den eine Verglasung der Herstellung einer Öffnung entgegensetzt. Für Prüfungen beträgt die Größe dieser Öffnungen (400 x 400 mm). Als optimales Werkzeug wird ein schneidfähiges Schlagwerkzeug (Axt) eingesetzt.
Die Prüfungen der durchbruchhemmenden Gläser werden unter worst-case-Bedingungen (härtester Fall) durchgeführt. Dabei werden die Einzelwiderstandswerte von drei Glasprüflingen ermittelt. Der erzielte Mindestwert bestimmt die Einstufung in die Widerstandsklasse. Als Einzelwiderstandswert gilt die reine Netto-Arbeitszeit, die zur Erzeugung der Durchbruchöffnung erforderlich ist.
Nach DIN EN 356 wird nicht die Zeit, sondern die Zahl der notwendigen Axtschläge für die Einstufung herangezogen. Das Werkzeug wird bei der Prüfung von einem Schlaggerät mit definierter Auftreffgeschwindigkeit und -energie geführt.
Ein DVR ist ein Digitaler Videorecorder, der Video und Audio digital auf eine Festplatte aufzeichnet. DVRs sind so genannte Stand-alone-Geräte, an die Kameras direkt angeschlossen werden können und die ohne weitere Komponenten oder Netzwerkverbindung eigenständig Videodaten aufzeichnen und wiedergeben können. Viele heute angebotene DVR verfügen über einen Netzwerkanschluss, wodurch sie einerseits aus der Ferne gewartet und konfiguriert werden können, andererseits auch auf die gespeicherten Daten von extern zugegriffen werden kann.
Warnung vor einer durch Einbruch bestehenden Gefahr für Personen und Sachen, um Maßnahmen zur Gefahrenabwehr einleiten zu können.
Einbruchmeldeanlagen (EMA) sind Gefahrenmeldeanlagen (GMA), die dem automatischen Überwachen von Gegenständen auf unbefugte Wegnahme sowie von Flächen und Räumen auf unbefugtes Eindringen dienen.
Einbruchmeldeanlagen der Ausführungsart B sind Gefahrenmeldeanlagen der Klasse 1 mit Einrichtungen, die es wesentlich erschweren, sie durch vorsätzliche Störungen außer Betrieb zu setzen oder Meldungen zu verhindern." (Definition nach DIN VDE 0833)
Meldung des Ansprechens von Einbruchmeldern.
Ein Einmauerschrank ist ein Wertbehältnis, das fest im Mauerwerk – möglichst in Beton – eingebaut und verankert ist. In der Regel handelt es sich um kleinere Behältnisse mit bis zu 80 cm Höhe. Das Mauerwerk bietet einen beachtlichen Grad an Feuerschutz.
Technisch/organisatorische Einrichtungen/Maßnahmen, insbesondere zur Kommunikation, zur Fortbewegung und zur persönlichen Sicherheit der Interventionskraft, die notwendig sind, um Interventionen durchzuführen.
Einscheiben-Sicherheitsglas
Einscheiben-Sicherheitsglas (ESG), bekannter unter den Namen Sekurit, Temperit oder Delodur, ist eine thermisch vorgespannte Scheibe. Flachglas aus Float- oder Gussglas wird auf ca. 670ºC erhitzt. Durch nachfolgende schnelle Abkühlung der beiden Oberflächen wird in den Oberflächen eine Druckspannung und im Kern eine ausgleichende Zugspannung geschaffen. Es hat eine erhöhte Biege-, Stoß- und Schlagfestigkeit. Bei Bruch zerfällt es in kleine stumpfkantige Glaskrümel.
Einsteckschlösser sind Schlossarten, die im Gegensatz zum Aufschraub- oder Kastenschloss in das Türblatt bzw. in den Rohrrahmen eingesteckt werden. An der Schließkante des Flügels bleibt nur der vordere Flügel, der sogenannte Stulp sichtbar. Einsteckschlösser besitzen in der Regel eine Falle zum Verschließen und einen Riegel zum Versperren. Beurteilungs- und Prüfverfahren für Einsteckschlösser sind in DIN 18251-1 festgelegt.
Elektroakustische Notfallwarnsysteme (ENS)
In Brandfällen sind die unmittelbare Information und Warnung sowie die anschließende Evakuierung der betroffenen Personen wichtig. Konventionelle Signale von Sirenen, Weckern oder Hupen werden im Notfall allerdings zunehmend ignoriert. Ursache dafür sind Unkenntnis und Fehlinterpretation des Alarms.
Elektroakustische Notfallwarnsysteme (ENS) oder Voice Alarm Systems können dieses Problem lösen. Sie übertragen elektronisch erzeugte, akustische Signale und Sprachdurchsagen über Lautsprecher zur Alarmierung in Notfallsituationen. Situationsbedingt werden die Betroffenen aufgefordert, den gefährdeten Bereich zu verlassen oder in einem bestimmten Gebäudeteil zu bleiben. Dies ermöglicht eine schnelle und gezielte Evakuierung.
Dabei können je nach Gefährdungsgrad akustische Signalgeber, Beschallungsanlagen mit Sprache (ELA) oder Intercom-Anlagen eingesetzt werden.
Elektronische Schließzylinder
Bei rein mechanisch arbeitenden Zylindern wird die Zutrittsberechtigung über den (mechanisch) passenden Schlüssel definiert. Dies bedeutet, dass jeder Träger des Schlüssels jederzeit die Öffnungsgewalt an der betreffenden Tür ausüben kann. Beim elektronischen Zylinder werden sowohl Zylinder als auch die Schließmedien mit zusätzlichen Komponenten bestückt. Damit werden Möglichkeiten geschaffen, den Zutritt nach zeitlichen Kriterien zu steuern und ggf. einzuschränken.
Bei diesen Systemen werden die Schutzeigenschaften klassisch-mechanischer Sicherheit mit der Anwendungsvielfalt intelligenter Elektronik kombiniert. Zum Einsatz kommt die Transponder-Technik mit verschlüsselter Datenübertragung. Einige dieser elektronischen Schließzylinder/ Schließsysteme sind ohne Einschränkungen für die Außenhaut-Sicherung von Gebäuden geeignet und können in fast alle mechanischen Schließsysteme /-anlagen integriert werden.
Der Elektronik-Zylinder verfügt üblicherweise über alle Komponenten, die ihn sowohl an der einzelnen Tür wie auch als Schließanlagenkomplex-Zutrittskontrollsystem einsetzbar machen. Die jeweils endgültige Konfiguration kann der Anwender durch den Anschluß der für ihn wichtigen Module selbst bestimmen. Somit erschließen sich Einsatzmöglichkeiten von der Eingangstür im Einfamilienhaus bis hin zu Groß-Objekten mit Hochsicherheitsbereichen - zumal die Widerstandswerte höchsten Anforderungen entsprechen (VdS Einstufungen).
Die Ereignisanalyse ist Bestandteil der Gefahrenanalyse und beinhaltet die Identifizierung und Lokalisierung der erwiesenen Gefahren. Normal: historische Ereignisse aufarbeiten und interpretieren.
Im Rahmen von Unwettern: Zusatzprodukt zur Ereignisdokumentation im Rahmen der StorMe Erhebung.
Übertragungsweg, der für die Übertragung von Meldungen genutzt wird, wenn der primäre Übertragungsweg z.B. wegen Störungen oder aufgrund eines Sabotageangriffs nicht zur Verfügung steht.
Automatischer Melder, auch Vibrationsmelder genannt, bei dem eine federnd gelagerte Masse durch Erschütterungen zum Schwingen gebracht wird, was zu einer Meldung führt.
Facility Management ist der ganzheitliche strategische Rahmen für koordinierte Programme, um Gebäude, ihre Systeme und Inhalte kontinuierlich bereitzustellen, funktionsfähig zu halten und an die wechselnden organisatorischen Bedürfnisse anpassen zu können. Damit wird deren höchste Gebrauchsqualität und Werthaltigkeit erreicht.
Somit umfasst der Begriff den Zeitraum von der Entstehung des Gebäudes, der Nutzungsphase, möglicher Nutzungsänderungen, Sanierung usw. bis zum Abbruch des Gebäudes.
Alarm, dem keine Gefahr zugrunde liegt.
Meldung, der keine Gefahr zugrunde liegt, die sich aber wie eine Gefahrenmeldung auswirkt.
Farbsättigung und Farbabweichungen dienen zur Ermittlung dieses Wertes, der eine sehr gute Korrelation zu subjektiven Beurteilungen der Farbwiedergabe und Farbreinheit aufweist. Werte ab etwa 70% sind gut.
Anzeigen eines Alarmzustands an eine nicht vor Ort befindliche beauftragte hilfeleistende Stelle (z. B. Alarmempfangsstelle der Polizei oder eines Wach- und Sicherheitsunternehmens).
Feuerschutzabschlüsse sind selbstschließende Türen und selbstschließende andere Abschlüsse (z.B. Klappen, Rollladen, Tore) die dazu bestimmt sind, im eingebauten Zustand den Durchtritt eines Feuers durch Öffnungen in Wänden und Decken zu verhindern. (Definition nach DIN 4102 Teil 5).
Melder, die auf die von Bränden ausgehende Strahlung ansprechen. (Definition nach DIN EN 54-1)
Gaswarnsysteme bestehen aus Gasmeldern zur Detektion explosibler oder toxischer Gas- und Dampfgemische sowie aus Signalzentralen zur Auswertung der von den Gasmeldern abgegebenen Signale.
Gebäudemanagementsystem (GMS)
Ein Gebäudemanagementsystem (GMS) besteht aus einem rechnergestützten System, das automatisch im Alarmfall detaillierte Informationen in textlicher und/oder grafischer Form für die taktischen Vorgehensweisen am Alarmort zur Verfügung stellt.
Das GMS gibt Alarmhinweise für Interventionskräfte oder zu benachrichtigende Stellen. Es stellt Übersichten über die aktuelle Gefahrensituation zur Verfügung. Die einlaufenden Meldungen und durchgeführten Aktivitäten werden vom GMS protokolliert und archiviert.
Das GMS übernimmt Steuerungsaufgaben der Kommunikations-, Haustechnik- und Gefahrenmeldeanlagen und vereinfacht die Bedienung und Betreuung dieser Anlagen. Es unterstützt den Betreiber bei seinen dispositiven Sicherheitsaufgaben.
Der Gebrauchsmusterschutz ist ein Schutzrecht für den Inhaber des Gebrauchsmusters gegen die wirtschaftliche Nutzung während der Laufzeit durch Dritte. Benötigt wird das Gebrauchsmuster für technische Neuerungen an Arbeitsgeräten, Gebrauchsgegenständen, die technischen Fortschritt an Gestaltung, Anwendung oder Vermarktung darstellen. Der Gebrauchs-musterschutz beträgt 3 Jahre und kann um 3 Jahre verlängert werden.
Grad der Gefährdung eines Risikos, bestimmt durch die Zugänglichkeit (z.B. oberes Stockwerk), die Nachbarschaft (z.B. angrenzende Fremdgrundstücke, Fremdräume, Autobahnauffahrt), die örtliche Lage (z.B. Wohngegend, Industriegebiet) und die Begehrlichkeit der vorhandenen Sachen.
Gefahrenmeldeanlagen – GMA (DIN VDE 0833-1)
Fernemeldeanlagen zum zuverlässigen Melden von Gefahren für Personen und Sachen. Sie bilden aus selbsttätig erfassten oder von Personen veranlassten Informationen Gefahrenmeldungen, geben diese aus und erfassen Störungen. Die Übertragungswege, die der Übertragung von Informationen und Gefahrenmeldungen dienen, sind überwacht. Ihr Versagen ist durch besondere Maßnahmen weitgehend verhindert. Sie können neben elektrischen auch andere Betriebsmittel aufweisen. Zu einer GMA gehören Einrichtungen für Eingabe, Übertragung (leitungsgeführt und nicht leitungsgeführt), Verarbeitung und Ausgabe von Meldungen, einschließlich zugehöriger Energieversorgung.
Meldung aufgrund einer Gefahr, z.B. eines Einbruchs.
Gefahrenschlüssel-Einrichtung
Die Gefahrenschlüssel-Einrichtung ist eine Technik, die es einem Nutzer erlaubt, bestimmte Doppelzylinder auch dann zu betätigen, wenn von der anderen Seite ein Schlüssel im Schlüsselkanal steckt.
Generalhauptschlüsselanlage
Die Generalhauptschlüsselanlage besteht sinngemäß aus mehreren Hauptschlüsselanlagen. Der Generalhauptschlüssel (GHS) ermöglicht einer Person jederzeit Zutritt zu allen Räumen. Mehrere andere Personen können verschiedene übergeordnete Hauptgruppenschlüssel (HGS) oder übergeordnete Gruppenschlüssel (GS) erhalten, welche bestimmte Türenbereiche der Gesamtanlage schließen.
Glasbruchmelder sind Intrusionsmelder, die in einem Gefahrenmeldesystem zur Peripherie-, aber auch zur Objektüberwachung dienen. Man unterscheidet zwischen passiven und aktiven Glasbruchmeldern.
GSM (Global System for Mobile Communication)
Digitales Mobiltelefonnetz, das im 900 MHz-Bereich arbeitet. Die Bezeichnung in Deutschland lautet „D-Netz“.
Schwenkschlösser mit Hakenriegel sind zum wirkungsvollen Verschluss von Schiebetoren und -türen geeignet. Die Hakenfallen sind auch mit Manganstahllamellen (als Sägeschutz) erhältlich.
Beim Einsatz derartiger Schlösser ist darauf zu achten, dass die Sicherheitsbeschläge sowie die Türblenden von außen nicht abgeschraubt bzw. gelöst werden können. (VdS-Sicherungsrichtlinien/Technische Erläuterungen)
Halbzylinder sind Schließzylinder, die nur eine Verschlussseite haben. Erhältlich in allen Gehäuseprofil-Varianten.
So bezeichnet man hantelförmige Kernstifte, welche beim Nachschließen das Abtasten und das Durchdrücken in den Schließkanal durch seitliches Abkippen erschweren.
Eine Hauptschlüsselanlage ist eine Anlage, bei der ein Hauptschlüssel alle in der Schließanlage vorkommenden, meist unterschiedlichen Schließzylinder schließen kann.
Hinterhaken (Hinterschlag)
Auf der Scharnierseite (Bänderseite) einer Türe befindlicher Balken oder Bolzen. Bei geschlossener Türe greift der Hinterhaken in eine Vertiefung hinter dem Scharnier ein und verunmöglicht ein Öffnen der Türe bei abgetrennten Scharnieren.
Je nach Objekt (Panzertüre, Kassenschranktüre) sind Hinterhaken fest mit dem Türkörper verbunden oder mit dem Riegelmechanismus ausfahrbar. Sie können bei Holztüren auch nachträglich aufgeschraubt, bei Metalltüren aufgeschweißt werden.
Biege-, Scher- und Abreißfestigkeit des Hinterhakens müssen dem Sicherheitsgrad der entsprechenden Türe genügen.
Ein Hochsicherheitsschloss ist ein mechanisches oder elektronisches Schloss, das gewöhnlich als Verschlusselement für Wertbehältnisse (Panzer- Geldschrank, Wertschutzraum, Wertschutzschrank) verwendet wird und eine hohe Abtastsicherheit, Aufsperrsicherheit und Nachschließsicherheit aufweist.
Eine Informationsanlage hat die Aufgabe über Sensoren, Störungen und Gefahren auszuwerten, zu signalisieren und weiterzuleiten.
Der Betreiber kann über eine Sensorenaktivierung die Sensoren ein- und ausschalten. Melden diese an die Zentrale eine Störung ihrer Ruhelage, so wird dies von der Zentrale signalisiert oder ein Telefonwählgerät(TWG) angesteuert. Das TWG kann dann zum Beispiel eine ständig besetzte Stelle zur Hilfeleistung auffordern.
Infrarot-Detektoren für den Intrusionsschutz nützen die Tatsache aus, dass alle Lebewesen eine gegenüber der Umgebung intensivere Infrarotstrahlung aussenden. Die Infrarotdetektoren detektieren diese passiv.
Damit solche Meldesysteme, die meist zur Raumüberwachung verwendet werden, nicht auf fest angeordnete Strahlenquellen (z.B. Heizkörper), sondern nur auf sich bewegende Personen reagieren, wird durch ein sektorielles Spiegelsystem die Strahlung von einzelnen definierten Raumsektoren ausgewertet. Sobald eine Person solche Raumsektoren durchquert, ergeben sich merkliche Differenzen und es erfolgt Alarm.
Melder, die auf die von Bränden ausgehende Strahlung ansprechen. (Definition nach DIN EN 54-1)
VdS-Vordruck (VdS 2170) zur Dokumentation der Ausführung einer Sicherungsmaßnahme, z.B. einer installierten Einbruchmeldeanlage, auf Basis der einschlägigen VdS-Richtlinien. Das Installationsattest wird von der VdS-anerkannten Errichterfirma ausgestellt und ist Bestandteil der errichteten Anlage. Es kann Vertragsgrundlage des Versicherungsvertrags zwischen Versicherungsnehmer und Versicherer sein.
Meldung der Auslösung der ganz oder teilweise intern scharf geschalteten EMA sowie Sprachdurchsagen an Personen im überwachten Objekt mit dem Ziel der eigenen Hilfeleistung.
Durchführung von gefahrabwehrenden und schadenbegrenzenden Maßnahmen.
Anmerkung: Durchführen von Maßnahmen zur Vermeidung oder Begrenzung von Personen-, Sach- oder Vermögensschäden.
Interventionsdienst (DIN 77200)
Der Interventionsdienst umfasst die Durchführung vereinbarter Maßnahmen am Ereignisort innerhalb einer festgelegten Frist.
Mitarbeiter(in) einer Interventionsstelle, der (die) nachweislich über Kenntnisse und Fertigkeiten verfügt, um die in einer Interventionsstelle anfallenden Tätigkeiten ausführen zu können.
Gefahren abwehrende Maßnahmen, die von einer Interventionsstelle (Wach- und Sicherheits-unternehmen) durchgeführt werden.
Anmerkung: Bei Aufschaltung einer VdS-anerkannten (mittels VdS 2170 attestierten) Einbruchmeldeanlage auf ein VdS-anerkanntes Wach- und Sicherheitsunternehmen sind die Interventionsmaßnahmen zwischen diesem und dem Betreiber der EMA – ggf. in Abstimmung mit dem Versicherer – zu vereinbaren und mit dem "Alarmdienst- und Interventionsattest", VdS 2529 von der NSL eines VdS-anerkannten WuS zu dokumentieren.
Dokumentation aller für eine ordnungsgemäße Überwachung und Intervention erforderlichen Informationen wie z.B. Name und Anschrift des Objekts, Anfahrweg, Risiko, Interventionsmaßnahmen.
Bereich eines Wach- und Sicherheitsunternehmens, welcher gefahrabwehrende und schadenbegrenzende Maßnahmen durchführt.
Unter Intrusionsschutz versteht man vorbeugende Maßnahmen gegen das Eindringen unbefugter, meist krimineller Personen in geschützte Objekte. Maßnahmen zur Detektion solcher Personen werden unter dem Begriff Intrusions-Überwachung zusammengefasst.
Bei einer IP-Kamera handelt es sich um eine spezielle Art von Videokamera. Die Besonderheit gegenüber anderen Videokameras besteht darin, dass diese Kamera ihre Bilder über IP-Netzwerke weitergibt.
Netzwerkkameras enthalten neben der eigentlichen Kamera-Komponente auch einen kleinen Computer. Der eingebaute Computer kümmert sich um die Komprimierung der Bilddaten und sorgt für das Versenden der Daten über das Netz. Er besteht im Wesentlichen aus einer CPU, einem Flash-Speicher und einem DRAM-Speicher. Durch die Netzwerkkamera-Software wird es möglich, dass das Gerät im Netz als Web-Server, FTP-Server sowie als FTP-Client und als E-Mail-Client auftritt.
International Organization for Standardization, Internationale Organisation für Normung mit Sitz in Genf.
Kapazitiv-Feldänderungsmelder
Kapazitiv-Feldänderungsmelder eignen sich zur Überwachung von Einzelobjekten (z.B. Wertbehältnisse und Bilder). Um das zu überwachende Objekt wird ein elektrisches Feld aufgebaut. Jede Annäherung an das elektrische Feld wird von dem Melder registriert und führt zur Alarmgabe. (VdS Sicherungsrichtlinien/Technische Erläuterungen)
Eine Kennkarte ist ein Ausweis des Eigentümers von Einzelzylindern als Berechtigungsnachweis für Ersatzbestellungen, die nur vom Fachhandel ausgeführt werden können.
Kernhalteringe sind Messing- oder Stahlklammern, die als Verbindungselemente zwischen Innen- und Außenkern mit Einbeziehung der Kupplung dienen.
Unter der Kernkopfnut versteht man die Ausfräsung des Zylinderkernkopfes als Aufnahme der Schlüsselschulter und zur besseren Übertragung des Drehmoments.
Ein Knaufzylinder ist ein Profildoppelzylinder, der von der einen Seite mit einem Schlüssel und von der anderen Seite über einen Drehknauf betätigt werden kann.
Kommunikationsgeräte (KG)
Einrichtungen innerhalb der Übertragungswege in Alarmübertragungsanlagen, die nicht zu Netzen gehören. Dazu gehören z.B. Multiplexer, Konzentratoren, Verarbeitungsknoten, Dienstübergänge. KG können dem Netzbetreiber, dem Betreiber der Alarmübertragungsanlage, dem Betreiber der GMA oder Dritten gehören.
Komplextrennwände sind ebenso wie Brandwände Maßnahmen des vorbeugenden baulichen Brandschutzes. Während Brandwände die Aufgabe haben, im Brandfall die Ausbreitung eines Schadenfeuers zu verhindern und der Feuerwehr als Verteidigungslinie zu dienen, sollen Komplextrennwände auch unter ungünstigen Brandbedingungen und unabhängig vom Feuerwehreinsatz die Schadenausweitung verhindern.
Punktuelle Überwachung von Gegenständen und Bauteilen durch Kontakte, z.B. Magnetkontakte. (Definition nach VdS 2227)
Konventionelle Schließsysteme
Unter dieser Bezeichnung versteht man in der Regel Schließsysteme, deren Schlüsseleinschnitte winkelförmig gefräst sind.
Einrichtung einer Alarmübertragungsanlage, in der Meldungen von Gefah¬renmeldeanlagen konzentriert und an Notruf- und Service-Leitstellen weitergeleitet bzw. Meldungen aus Notruf- und Service-Leitstellen an Gefahrenmeldeanlagen verteilt werden. Üblicherweise bestehen Konzentratoren aus einer oder mehreren Sub-Übertragungszent¬rale(n) (SÜZ).
Ein Körperschallmelder überwacht einbruchgefährdete Wertbehältnisse aus harten Baustoffen, wie beispielsweise Beton oder Stahl. Der durch Einbruchwerkzeuge im bearbeiteten Material hervorgerufene Körperschall breitet sich als mechanische Schwingung bis zum Körperschallmelder aus und wird dort als Alarm ausgewertet.
Dies ist eine spezielle Technik zum Umlenken einer im Schlüssel integrierten Sperrkugel in einer vor Zugriff gesicherten Umlenkkammer im Zylinder.
Kupplungstechnik - normale Version
Die Normal-Kupplungstechnik ist eine Technik, die nur das wechselweise Schließen eines Doppelzylinders mit dem berechtigten Schlüssel erlaubt.
Lagealarm ist ein Signal, das nach Überschreiten eines bestimmten Neigungswinkels und nach einer vorgegebenen Zeit durch das Personennotsignalgerät ausgelöst wird.
Leckdetektionssysteme bestehen aus Sensoren und Signalzentralen. Die Sensoren gewährleisten die Frühdetektion von Leckagen gefährlicher Flüssigkeiten und erlauben einen raschen und gezielten Eingriff. Unterschieden werden Lecksensoren als Punktmelder und Sensorkabeln als lineare Melder. Die Signalzentrale wertet die analogen Signale der Sensoren aus und löst bei Erreichen vorprogrammierter Signalstärken ein Signal aus.
siehe Notruf- und Service-Leitstelle
In der Gebäudeleittechnik werden seit längerer Zeit Gebäudeleitsysteme zur Überwachung und Optimierung von technischen Einrichtungen und Prozessen eingesetzt. Oft werden damit auch Sicherheitsanlagen, z.B. Brandmeldeanlagen überwacht. Mit Rücksicht auf die Vielzahl und die Komplexität der modernen Sicherheitssysteme werden jedoch heute immer häufiger spezialisierte Sicherheitsleitsysteme eingesetzt, die eine vollständige Integration aller Sicherheitsanlagen ermöglichen.
Lichtschachtroste sind fest zu verankern. Von Fall zu Fall ist zu überlegen, ob Kellerfenster nicht ganz oder teilweise zugemauert werden können, sodass ein Einsteigen verhindert wird.
Eine andere Sicherung von Lichtschächten ist durch den Einbau der Rollrostsicherung möglich. Dabei werden im Lichtschacht Rahmen, in die Stahlrohre eingebaut sind, montiert. In den Stahlrohren befinden sich lose eingelegte Rundstahlstäbe. Diese Rundstahlstäbe drehen sich bei Sägeversuchen, wodurch ein Durchschneiden wesentlich erschwert wird. (VdS-Sicherungsrichtlinien/Technische Erläuterungen)
Sicherheitsschlösser sind dadurch gekennzeichnet, dass sie mehrere Zuhaltungen aufweisen, die dann individuell dem Sperrcode entsprechend in die Offenstellung gebracht werden müssen, damit der Riegel betätigt werden kann. Auch Magnetschlösser erfüllen diese grundsätzlichen Bedingungen, und sind somit als Sicherheitsschlösser einzuordnen. Eine wesentliche Unterscheidung zwischen den rein mechanisch arbeitenden Schlössern zu den Magnetschlössern besteht darin, dass bei mechanischen Schlössern der Schlüssel im direkten Kontakt mit den Zuhaltungen steht, im Gegensatz dazu ist beim Magnetschloss der Schlüssel von den Zuhaltungen räumlich getrennt, und wirkt auf diese durch eine Wand mittels magnetischen Kraftfeldern.
Maximalmelder sprechen an, wenn die gemessene Kenngröße einen bestimmten Wert für eine genügend lange Zeit überschreitet. (Definition nach DIN EN 54)
Mechatronik ist ein relativ neuer Begriff, der das Zusammenwirken von mechanischen Sicherungselementen (z.B. Schlösser, Zylinder, Beschläge) und elektronischen Komponenten, z.B. zur Zutrittskontrolle, umschreibt. Ist eine klassische Schließanlage ein mechanisches Zutrittskontrollsystem, so erweitern mechatronische Komponenten (elektronische Schlüssel, Karten, Codeträger, Leseeinheiten, Stellglieder) den Nutzen aus dem System um die möglichen Funktionen: Vorgangsaufzeichnung, gezielte Berechtigungsvergabe und -sperrung, Zeiterfassung und bieten Schnittstellen, z.B. zur Einbruchmeldeanlage.
Mehrfachverriegelnde Schlösser
Eine Mehrfachverriegelung besteht nach DIN 18251-3 aus mindestens einem Hauptschloss und einem über dem Stulp verbundenem Nebenschloss, wobei das Nebenschloss bzw. die Nebenschlösser über das Hauptschloss bedient werden können. Somit besitzen Mehrfachverriegelungen mindestens zwei Verriegelungspunkte. Mehrfachverriegelungsschlösser werden nach DIN 18251-3 bewertet.
Ein Mehrkriterienmelder reagiert auf mindestens zwei Kriterien einer Gefahrenkenngröße.
Beispiele:
Brandmeldung: Rauch und Wärme
Intrusionsmeldung: Infrarot und Ultraschall
Durch zweckmäßige Auswertung und Verknüpfung der Signale kann bei gleichbleibender Detektionssicherheit eine höhere Immunität gegenüber unerwünschten Alarmen (Falschalarmen) erreicht werden.
Die durch ein Anlageteil (in einer GMA) abgegebene Information. Es wird unterschieden zwischen Gefahrenmeldungen, Störungsmeldungen und Zustandsmeldungen.
Mess-, Steuer- und Regeltechnik: Technische Systeme, die durch ganzheitliches Technisches Management betreut werden. Leistungen werden so organisiert, dass einzelne Arbeitsprozesse gebündelt werden und Synergien entstehen können.
Multifunktionales Sicherheitssystem
Ein multifunktionales Sicherheitssystem übernimmt verschiedene Überwachungsfunktionen wie Einbruchmeldung, Zutrittskontrolle, Türmanagement, Videoüberwachung, Alarmübermittlung und Brandmeldung mit einer einzigen kommunikationsfähigen Plattform. Ein solches System ist mit Schnittstellen für Fernsupport, Drittsysteme, Drucker und Fernübermittlung ausgerüstet. Der Benutzer kann damit via Telefonleitung in das Objekt hineinhören und hineinsprechen und die Ursache eines Alarms verifizieren.
Die Nachschließsicherheit ist der Grad der Erschwerung, den Schließzylinder mit einem anderen als dem zugehörigen Schlüssel zu betätigen.
Network Attached Storage (NAS) bezeichnet einfach zu verwaltende Dateiserver, die eingesetzt werden, um ohne hohen Aufwand unabhängige Speicherkapazität in einem Rechnernetz bereitzustellen. Ein NAS stellt mehr Funktionen bereit, als nur einem Computer Speicher über das Netz zuzuweisen und ist deshalb im Unterschied zu Direct Attached Storage (DAS) immer entweder ein eigenständiger Computer (Host) oder ein Virtueller Computer (Virtual Storage Appliance, VSA) mit eigenem Betriebssystem. Viele Systeme beherrschen auch RAID-Funktionen, um Datenverlusten vorzubeugen.
Zusatzgeräte zu Einbruchmeldeanlagen, die bei Alarmauslösung innerhalb von Sekunden einen Raum vollständig mit undurchsichtigen Aerosolen (Nebel) ausfüllen, so dass ein Eindringling die Orientierung verliert.
Gemäß VdS Richtlinien-Entwurf 2525 muss die Anlage in dem vom Hersteller spezifizierten Raumvolumen die Sichtweite für mindestens 20 Minuten auf maximal 30 cm herabsetzen. Der Nebel muss gesundheitlich und in Bezug auf Sachen aller Art (z.B. Nahrungs- und Genussmittel, Kunstgegenstände, Bekleidung, Leder, Pelze, Teppiche) unbedenklich sein und darf beim Einsatz keine Rückstände hinterlassen. Dem Nebel soll (Polizeiempfehlung) bzw. darf (VdS 2525) kein Reizstoff (z.B. CS) beigemischt werden.
VdS und Polizei weisen übereinstimmend darauf hin, dass Nebelgeräte auf keinen Fall durch einen Überfallalarm ausgelöst werden dürfen.
Netze übertragen Informationen von A nach B ohne Veränderung; ggf. werden dabei netzspezifische Informationen hinzugefügt bzw. weggelassen.
Elektrische (Schnittstelle) und mechanische Verbindung (z.B. Steckverbindung), die der Netzbetreiber zur Verfügung stellt und die als Endpunkt seines Verantwortungsbereichs gilt. Der NA kann auch Elektronik und/oder eine Energieversorgung enthalten.
Netzterminator (NT): Bezeichnung für den Netzabschluss (NA) des ISDN der Telekom.
Netzterminator-Basis-Anschluss (NTBA): siehe Netzterminator (NT)
Neubautenschlüssel (Meßschlüssel)
Ein Neubautenschlüssel ist ein Meß- und Bindungswerkzeug, mit dem man einerseits die Zylinderlänge bestimmen und andererseits das Schloß ohne eingebauten Zylinder betätigen kann.
Der neuronale Melder ist eine Weiterentwicklung des Mehrkriterienmelders. Der neuronale Melder zerlegt jedes Signal in verschiedene mathematische Komponenten und teilt ihnen unter Zuhilfenahme von Fuzzy Logic einen Zugehörigkeitsgrad zu. Der Melder wertet anschließend diesen Zugehörigkeitsgrad auf dem Hintergrund der programmierten Parameter (Parametrierung) und führt - in Abstimmung mit den Zugehörigkeitsgraden der anderen Signalkomponenten - den Entscheid über die an die Alarmzentrale zu meldende Gefahrenstufe herbei.
Der durch diesen Signalverarbeitungsprozess anfallende umfangreiche Datendurchsatz wird über ein neuronales Netzwerk rasch und zuverlässig abgewickelt.
Hierunter versteht man einen verschleißarmen Zylinderschlüssel aus einer Kupfer-, Nickel-, Blei- und Zinklegierung.
Notruf- und Service-Leitstelle (DIN 77200)
Gesicherter, ständig besetzter Bereich eines Wach- und Sicherheitsunternehmens, in dem Alarmempfangseinrichtungen (AE) für Gefahrenmeldungen betrieben werden und von dem aus Interventionen eingeleitet, überwacht und dokumentiert werden.
Anmerkung: Notruf- und Service- Leitstellen werden im weiteren NSL genannt.
Notruf- und Service-Leitstellen-Fachkraft (NSL-Fachkraft)
Mitarbeiter(in) einer Notruf- und Service-Leitstelle, welche(r) über eine ausreichende Qualifikation gemäß VdS 2237 verfügt, um die in einer Notruf- und Service-Leitstelle anfallenden Tätigkeiten ausführen zu können.
Notruf- und Service-Leitstellen-Verbund (NSL-Verbund)
Zwei oder mehrere Notruf- und Service-Leitstellen (NSL), die technisch und organisatorisch miteinander verbunden sind.
siehe Notruf- und Service-Leitstelle
verfügen mindestens über AE (Alarmempfangseinrichtung) für bedarfsgesteuerte Verbindungen gemäß den VdS-Richtlinien für Gefahrenmeldeanlagen – Übertragungswege in Alarmübertragungsanlagen, VdS 2471.
verfügen darüber hinaus über AE (Alarmempfangseinrichtung) für Ersatzwege in Form von bedarfsgesteuerten Verbindungen, z.B. über Funkverbindungen.
müssen über AE (Alarmempfangseinrichtung) der Klasse A oder B und darüber hinaus über AE für stehende Verbindungen verfügen.
Network Video Recorder (NVR) dienen zur Aufzeichnung von Videosignalen im IP-Netzwerk. Anders als DVRs, sind NVRs keine Stand-alone-Geräte, die direkt mit den Kameras verbunden sind, sie bleiben dank Netzwerkanbindung standortunabhängig. NVR sind meist leistungsfähige PCs mit großen Festplattenkapazitäten, auf die über das lokale Netz und das Internet zugegriffen werden kann. Häufig werden sie in einem redundant aufgebauten Cluster zusammengeschaltet, so dass einerseits Daten gespiegelt werden können und andererseits beim Ausfall eines NVRs ein anderer die Aufzeichnung übernehmen kann.
Bei NSL und/oder IS hinterlegte Schlüssel, die den Zutritt zu Objekten der Kunden von Wach- und Sicherheitsunternehmen und ggf. die Bedienung der dort vorhandenen Gefahrenmeldeanlage ermöglichen.
Objektschutz (im Sinne der Sicherheit) ist die Summe aller Maßnahmen der Sicherung eines Gebäudes oder zusammengehörigen Gebäudekomplexes gegen eine bestimmte, gewaltsame Einwirkung von außen (Außentäter) und von innen (Innentäter) durch Einzeltäter oder Tätergruppen (Angreifer).
Mit dem Objektschutzfaktor wird die Wirksamkeit der vorhandenen Objektschutzmassnahme beschrieben. Objektschutzfaktor 1.0 bedeutet, dass Personen und Sachwerte im betrachteten Objekt vollständig geschützt sind.
Objektschutzfaktor 0.0 bedeutet, dass der Schutz keine Wirksamkeit hat.
Der Objektschutzfaktor wird gutachtlich vom Projektverfasser nur für Objekte mit Objektschutz je nach Szenario und Intensität festgelegt.
Für Objekte ohne Schutz beträgt der Faktor standardmässig null.
Öffnungskontakte sind in der Regel ein Bestandteil des Außenhautschutzes, können aber auch zur Objektüberwachung eingesetzt werden.
Bei beweglichen Bauelementen (Fenster, Tür) wird am feststehenden Teil ein Magnetkontakt (Reed-Kontakt) befestigt, am beweglichen Teil ein Magnet. Im geschlossenen Zustand befindet sich der Magnet in unmittelbarer Nähe des Kontaktes und hält ihn geschlossen. Beim Öffnen wird der Magnet entfernt, und der Kontakt öffnet sich.
Optische Rauchmelder sprechen auf Verbrennungsprodukte an, welche die Dämpfung oder die Streuung von Licht im infraroten, sichtbaren und/oder ultravioletten Bereich des elektromagnetischen Spektrums beeinflussen können. (Definition nach DIN EN 54-1)
Ortsbaken dienen der Lokalisierung von Personen-Notsignal-Geräten (PNG). Die Lokalisierung geschieht automatisch beim Passieren von Sendeeinrichtungen (Ortsbaken) die mit der entsprechenden Ortskennung programmiert sind. Die Übertragung der Ortskennung von den Ortsbaken zum PNG geschieht über eine Funkstrecke, Infrarotfluter oder Induktionsschleifen.
Ovalzylinder (Doppelzylinder)
Ovalzylinder sind als Doppelzylinder zweiteilige Schließzylinder (Innen- und Außengehäuse) mit ovalem Gehäuseprofil, die durch Verbindungsstangen miteinander arretiert werden.
Ein mechanischer Paniktürverschluss gemäß EN 1125 ist ein Mechanismus, der für Gebäude geeignet ist, in denen bei einer Gefahrensituation der Ausbruch einer Panik zumindest wahrscheinlich ist. Ziel ist die sichere Fluchtmöglichkeit mit minimaler Anstrengung und ohne vorherige Kenntnis des Fluchttürverschlusses. Auch bei gegebenem Druck auf die Tür (Vorlast) müssen Paniktürverschlüsse sicher entriegeln.
Der Verschluss verriegelt die geschlossene Tür. Er besteht aus einem Sperrelement (auch mehreren Sperrelementen), welches in das Sperrgegenstück im umgebenden Türrahmen oder Fußboden eingreift.
Das Sperrelement wird über die Bewegung der horizontal auf der Innenseite der Tür angeordneten Betätigungsstange in Fluchtrichtung und/oder in einem Bogen nach unten freigegeben. Die Freigabefunktion muss an jeder Stelle der wirksamen Länge der Betätigungsstange gegeben sein.
Aufgesetzt auf den Zylinderkörper schützt ein Panzerring aus Stahl vor dem gewaltsamen Abbrechen oder Herausziehen eines Schließzylinders. Er ist auf der Rückseite des Schutzbeschlags arretiert und fungiert auch als Durchschlagsschutz.
Partnerschlüssel gewährleisten die zwangsläufige Schließung durch zwei Personen. Sie werden in Hochsicherheitsbereichen, Geheimräumen, hochsensiblen EDV-Räumen, Kundenmietfächern der Banken und bei sonstigen exponierten Türen und Behältnissen eingesetzt.
Die Zwei-Personen-Zwangsschließung wird meist als Einzelschließung eingesetzt; sie ist aber auch zum Teil in Schließanlagen integrierbar, wenn dies von Anfang an bei der Bestellung angegeben wird. Durch die zweckentsprechend getrennte Aufbewahrung der unterschiedlichen Schlüsselteile ergibt sich eine höhere Sicherheit gegen unbefugte Benutzung verlorener Schlüssel und die unberechtigte Anfertigung von Nachschlüsseln.
Ein Patch (vom englischen "patch", auf deutsch: Flicken) ist ein kleines Programm, das Softwarefehler wie z. B. Sicherheitslücken in Anwendungsprogrammen oder Betriebssystemen behebt.
Vorn offene Kabine, die während des Eintritts einer Person von einer Tür abgedeckt wird, bis die Identifikation in der Vereinzelungsposition erfolgt ist. Die Schleuse öffnet sich erst gegen die sichere Seite, wenn die Berechtigung gegeben ist. Die Schleusenwirkung kann in besonderen Betriebs- oder Notsituationen aufgehoben und der Eingang als normale Pendeltür gebraucht werden.
Ein Penetrationstest ist ein gezielter, in der Regel simulierter, Angriffsversuch auf ein IT-System. Er wird als Wirksamkeitsprüfung vorhandener Sicherheitsmaßnahmen eingesetzt.
Der Perimeterschutz (Freilandschutz) dient dem Schutz eines Objektes durch Maßnahmen in dessen Umfeld, bzw. in dem umgebenden freien Raum, in der Regel bis einschließlich zur Grundstücksgrenze. Er besteht aus mechanisch/baulichen Maßnahmen (Perimersicherung), aus elektronischen/ Detektionsmaßnahmen und/oder aus organisatorisch/personellen Maßnahmen (Perimeterüberwachung).
Personen-Notsignal-Anlagen
Personen-Notsignal-Anlagen (PNA) sind Einrichtungen zum Auslösen und Übertragen von willensabhängigen und willensunabhängigen Alarmsignalen in Notfällen. Sie bestehen aus Personen-Notsignal-Geräten (PNG) in Verbindung mit einer Personen-Notsignal-Empfangszentrale (PNEZ).
Eine Öffnungstechnik für Schließzylinder, ohne einen Schlüssel zu benutzen und ohne den Zylinder zu beschädigen, wird als Picking bezeichnet. Dafür werden minimale mechanische Toleranzen eines Schlosses ausgenutzt. Speziell geformte Werkzeuge drücken dabei die Stifte im Kern des Schlosses herunter, die gewöhnlich über die Zacken und Kurven eines Schlüsselbartes bewegt werden und schließlich hilft ein Spanner beim Drehen des Zylinderkerns und Öffnen des Schlosses.
Eine Pilzkopfverriegelung ist ein wesentlicher Bestandteil eines einbruchhemmenden Fensterbeschlages. Der Name stammt von der pilzförmigen Form des Zapfens am Fensterflügel, der sich in Verschlussstellung an das auf der Blendrahmenseite montierte Schließteil hinterhakt und durch diesen Formschluss den Aushebelschutz gewährleistet.
Pneumatischer Differentialdruckmelder
Das pneumatische Detektionsprinzip wird für den Perimeterschutz (Freilandschutz) und Peripherieschutz (Außenhautschutz) eingesetzt. Es können luftdichte Rohrprofilgitter auf Beschädigung überwacht oder mit geeigneten Bodensensoren plötzliche Lastwechsel im Freigelände, auf Dächern und Mauerbrüstungen detektiert werden.
Bei einem Schließzylinder mit so genannter Notfall- und Gefahrenfunktion kann der Doppelzylinder auch geschlossen werden, wenn auf der Gegenseite ein Schlüssel steckt. Aus Sicherheitsgründen für eine mögliche Personenrettung ist dies in jedem Fall zu empfehlen. Schließzylinder mit Prioritätsfunktion können ebenfalls bei steckendem Schlüssel geschlossen werden, allerdings nur von einer Seite aus. Beim Einbau des Doppelzylinders ist dementsprechend darauf zu achen, dass sich die Seite mit der Priorität außen befinde
Profilhalbzylinder sind Zylinder, die nur von einer Seite mit dem Schlüssel betätigt werden.
Profilzylinder sind die häufigste Bauart von Schließzylindern und ermöglichen die Trennung von Schloss und Sperrmechanismus. Ein Unberechtigter müsste, um an das Sperrglied zu kommen, erst den Profil- bzw. Schließzylinder „knacken“ und könnte dann den Riegel zurückfahren.
Eine Funktionseinheit der Zutrittskontrollanlage welche Echtheitsmerkmale berührungslos von einer ID-Karte oder einem Kennungsgeber (Transponder) übernimmt (auch Handsfree-Verfahren genannt).
Ein Proxy ist eine Art Stellvertreter in Netzen. Er nimmt Daten von einer Seite an und leitet sie an eine andere Stelle im Netz weiter. Mittels eines Proxys lassen sich Datenströme filtern und gezielt weiterleiten.
Ein Rauchansaugsystem ist Teil eines Brandmeldesystems und besteht aus einer Auswerteeinheit mit einem oder zwei Rauchdetektoren, dem Ansaugrohr und den Ansaugöffnungen.
Ein Ventilator saugt über Ansaugrohre Luftproben vom überwachten Raum zur Auswerteeinheit. Ein Rauchdetektor prüft die Luftproben auf Rauchpartikel. Übersteigt die vorhandene Rauchkonzentration den Alarmwert nach EN 54-7, so löst das System Brandalarm aus. Ist das System mit einer Analog-Rauchauswerteeinheit ausgerüstet, können gefährliche Zustände schon vor der Alarmierung erkannt werden.
Rauchschutztüren sind selbstschließende Türen, die dazu bestimmt sind, im eingebauten und geschlossenen Zustand den Durchtritt von Rauch zu behindern. Rauchschutztüren nach DIN 18095 Teil 1 sind keine Feuerschutzabschlüsse nach DIN 4102 Teil 5. (Definition nach DIN 18095 Teil 1)
Redundante Übertragungsgeräte
Unter redundanten Übertragungsgeräten versteht man Zusatzgeräte zu Einbruchmeldeanlagen, die Gefahrenmeldungen (Einbruch) oder Systemmeldungen (scharf/unscharf) an eine ständig besetzte Stelle weiterleiten (z.B. Notrufzentrale).
Üblicherweise wird für die Übermittlung solcher Meldungen ein drahtgebundener Fernmeldeanschluss benutzt. Die Meldungen werden von der Einbruchmeldeanlage an ein automatisches Wähl und Ansagegerät (AWUG) übergeben. Dieses übernimmt dann den Verbindungsaufbau, sowie die Übertragung der entsprechenden Meldungen.
Redundanz bedeutet in diesem Zusammenhang die Bereitstellung eines weiteren Übertragungsweges für die Übermittlung der Gefahrenmeldungen.
Spezielle Videokamera, die Bildverstärker einsetzt, um auch bei sehr wenig vorhandenem Licht (Restlicht) noch Videobilder erzeugen zu können. Bei Verwendung von motorisierten Objektiven mit ND-Filtern (ND: Neutral Density) können Restlichtkameras auch im Tag-/Nachtbetrieb eingesetzt werden.
Nach der Realisierung aller notwendigen Sicherheitsmassnahmen (bezüglich eines gewählten Szenarios) noch verbleibendes Risiko. Dieses setzt sich zusammen aus:
- bewusst akzeptierten Risiken
- falsch beurteilten oder nicht erkannten Risiken
RFID steht für Radiofrequenz-Identifikation. Diese Technologie ermöglicht es, Daten mittels Radiowellen berührungslos und ohne Sichtkontakt zu übertragen. Eine RFID-Systeminfrastruktur umfasst einen Transponder, ein Sende-Empfangs-Gerät sowie ein im Hintergrund wirkendes IT-System.
Herzstück der Technologie ist der Transponder – ein winziger Computerchip mit Antenne. Er ist in ein Trägerobjekt integriert, beispielsweise in ein Klebeetikett oder eine Plastikkarte. Auf dem Chip ist in der Regel ein Nummerncode gespeichert. Dieser verschlüsselt Informationen, die in einer Datenbank hinterlegt sind. Dadurch erhält jeder Gegenstand mit RFID-Transponder eine unverwechselbare Identität.
Wahrscheinlichkeit für eine Einzelperson an einer Gefahrenstelle getötet zu werden.
Das kollektive Risiko gibt den Erwartungswert der Gesamtheit aller Schäden (Schäden an Personen und Sachwerten) einer Bezugseinheit wieder.
Systematisches Verfahren, um ein Risiko hinsichtlich der Wahrscheinlichkeit des Eintretens eines Naturereignisses (Gefahrenanalyse), der Präsenzwahrscheinlichkeit (Expositionsanalyse) und des Schadenausmasses (Konsequenzenanalyse) zu charakterisieren und zu quantifizieren. Die Risikoanalyse beantwortet damit die Frage „Was kann passieren?"
Die Risikobewertung ermittelt auf der Basis der festgelegten Schutzziele und der berechneten individuellen und kollektiven Risiken die vorhandenen Schutzdefizite unter Berücksichtigung sozio- ökonomischer Aspekte, der Risikoaversion und des Freiwilligkeitsgrades. Sie beantwortet damit die Frage „Was darf passieren?"
Die Risikoreduktion ist die Differenz von Ausgangsrisiko minus dem verbleibenden Restrisiko nach ausgeführten Schutzmassnahmen.
Rohrrahmenschlösser sind artverwandt mit Einsteckschlössern und für den Einbau in Rohrrahmentüren konstruiert. Sie besitzen in der Regel "Falle" und "Riegel" und sind meistens für den Einbau eines Profilzylinders vorgesehen. Rohrrahmenschlösser besitzen ein Dornmaß von nur 25 mm bis 45 mm, was eine relativ schlanke Schlosskonstruktion ermöglicht.
Mit der Rückhaltewirkung wird angestrebt, dass niemand eintreten kann, wenn jemand einen gesicherten Raum verlässt. Auch dann nicht, wenn die austretende Person die Tür nicht verschließt. Schleusen weisen eine (mehr oder weniger wirksame) Rückhaltewirkung auf; eine normale Tür nicht, auch wenn sie mit einer Zutrittskontroll- Anlage ausgerüstet ist.
Ruhealarm ist ein Signal, das bei Bewegungslosigkeit der gefährdeten Person und nach einer vorgegebenen Zeit durch das Personennotsignalgerät ausgelöst wird.
Enge, runde Kabine, deren Eingänge mechanisch oder elektrisch so gesteuert werden, dass immer nur einer offen sein kann. Die Möglichkeit der Vereinzelung von Personen durch elektronische Maßnahmen ist gegeben (z.B. Gewichtskontrolle). Erfolgt auch die Identifikation im Innern der Kabine, ist eine gute Kontrolle gewährleistet.
Rundzylinder (Doppelzylinder)
Rundzylinder sind als Doppelzylinder zweiteilige Schließzylinder (Innen- und Außengehäuse) mit rundem Gehäuseprofil, die durch Verbindungsstangen miteinander arretiert werden.
Rundzylinder mit Außengewinde
Rundzylinder mit Außengewinde sind Halbzylinder, die mit Ihrem Außengewinde in ein spezielles Schloß verschraubt werden.
Bildrauschen (S/N: signal to noise), das sich als Schwankung der Farbsättigung äußert. Gemessen werden diese Schwankungen in einer roten Fläche des Testbildes, die Standardabweichung der Messwerte führt zum angegebenen Signal-Rauschabstand in dB. Gut sind Werte ab 35 dB.
Bildrauschen (S/N: signal to noise), das sich als Helligkeitsschwankung äußert. Gemessen werden die Helligkeitsschwankungen in einer weißen Fläche (80% weiß) des Testbildes. Die Standardabweichung der Messwerte führt zum angegebenen Signal-Rauschabstand in dB. Werte ab 35 dB sind gut.
Meldung des Ansprechens von Überwachungselementen, z.B. beim Öffnen oder Durchdringen von Gehäusen.
Als Storage Area Network (SAN) bezeichnet man im Bereich der Datenverarbeitung ein Speichernetzwerk zur Anbindung von Festplattensubsystemen an Server-Systeme. Storage Area Networks sind für serielle, kontinuierliche Hochgeschwindigkeitsübertragung großer Datenmengen konzipiert worden. Sie basieren heute für hochverfügbare, hocheffiziente Installationen auf der Implementierung des Fibre-Channel-Standards, bei kleineren Anlagen aus Kostenüberlegungen auch auf IP. Strukturell ist ein SAN aufgebaut wie ein Local Area Network (LAN): Es beinhaltet Hubs, Switches und Router.
Satelliten-Notruf- und Service-Leitstelle (Satelliten-NSL)
Im Bedarfsfall besetzte, abgesetzte Stelle innerhalb eines Leitstellenverbunds, die Informationen über den Zustand einer oder mehrerer Gefahrenmel¬deanlagen weiterleiten kann.
Man unterscheidet normalerweise unbesetzte Satelliten-NSL, die in Notfällen personell besetzt werden müssen und Satelliten-NSL, die lediglich zeitweise besetzt sind (z.B. tagsüber), in Notfällen aber auch ständig besetzt sein müssen.
Satteldachförmige Stiftköpfe
Sie dienen zur Optimierung der Stiftpositionen im Schließzylinder.
SCC (Safety Certification Contractors ) ist ein internationaler Standard für Sicherheits-, Gesundheits- und Umweltschutz-Management für technische Dienstleister, die in den Betriebsstätten des Auftraggebers tätig werden. Darin sind die Anforderungen an Unterauftragsnehmer einheitlich festgelegt worden.
Durchschalten der Gefahrenmeldeanlage oder von Teilen der Anlage zu den Extern- und Fern-Alarmierungseinrichtungen.
Durchschalten der Gefahrenmeldeanlage oder von Teilen der Anlage zu den Intern-Alarmierungseinrichtungen.
Eine Schließanlage ist die Kombination von Schließzylindern und zugehörigen Schlüsseln meist unterschiedlicher Schließungen, die miteinander in funktionellem Bezug stehen; sie paßt sich den speziellen Organisationsvorstellungen des Nutzers an.
Der Schließbart ist der Teil eines Zylinders, der über das Drehen des Schlüssels, die Zuhaltungen und das Riegelwerk des Schlosses betätigt; ggf. betätigt der Schließbart auch andere Funktionselemente, z.B. elektrische Schalter bei Aufzügen.
Der Schließplan erfaßt alle Positionen einer Schließanlage, in der Hauptsache: Raumbenennung, Schlüsselnummer, System-Typ-Bezeichnung, Schließzylinderlängen, Schließzylinderfärbungen, Funktionsschema Schlüssel/Zylinder, Anzahl der Schließzylinder und der Schlüssel.
Die Schließung ist eine für einen bestimmten Schließzylinder festgelegte Anordnung von Schlüsseleinschnitten bzw. Schlüsselbohrungen.
Ein Schließzylinder ist ein Bauteil, das in der Regel zum Einbau in dafür vorgerichtete Schlösser bestimmt ist. Der Schließbart des Schließzylinders bewegt bei Drehung des Schlüssels die Zuhaltung des Schlosses, den Schloßriegeln und ggf. auch die Schloßfalle.
Schlüsselbohrungen werden in der Hauptsache bei Wendeschlüsselsystemen auf beiden Flachseiten des Schlüssels aufgebracht, deren Anzahl und Einbohr-Tiefen mit den Zuhaltungen (oft auch mit Profil-Kontrollstiften) des zugehörigen Schließzylinders abgestimmt sind.
So bezeichnet man die trichterförmige Anfräsung des Zylinderkernkopfes zur leichteren Einführung des Schlüssels in den Zylinderkern.
Der Schlüsselkanal ist die Öffnung im Schließzylinderkern für die Aufnahme des Schlüssels.
Ein Schranklöschsystem vereinigt Branddetektion und Brandlöschung in einer kompakten Einheit zum direkten Einbau oder zur Außenmontage an Computer-, Schalt- oder Verteilerschränken.
Zur Branddetektion wird ein aktives Rauchansaugsystem eingesetzt. Ein funktionsüberwachter Ventilator saugt über ein Rohrnetz ständig Luftproben aus dem zu überwachenden Schrank und leitet sie zu einer Auswerteeinheit weiter. Dort untersuchen zwei Rauchdetektoren die Proben auf Rauchpartikel. Übersteigt die vorhandene Rauchkonzentration den Alarmwert nach EN54-7, so löst das System einen Löschalarm aus. Daraufhin wird ein Löschgas in den Schrank geflutet.
Schweizer-Zylinder sind einteilige Rundzylinder mit rundem Gehäuseprofil und Befestigungsnocken am unteren Gehäuseteil zur Aufnahme der Befestigungsschraube, z.B. der Stulpschraube.
Bei Metallrahmentüren o.ä. wird eine ausreichende Verriegelung nur durch ein Schwenkriegel- oder Teleskopriegelschloss erreicht. Während bei einem Teleskopriegelschloss der gehärtete Riegel teleskopartig mindestens 20 mm ausgeschlossen wird (eintourig), tritt bei einem Schwenkriegelschloss der Riegel nicht waagerecht aus, sondern schwenkt beim eintourigen Schließen (von unten oder oben) etwa 35 mm heraus. Die Schwenkriegel sind als Sägeschutz auch mit Manganstahllamellen erhältlich.
Beim Einbau derartiger Schlösser ist darauf zu achten, dass die Sicherheitsbeschläge sowie die Türblenden von außen nicht abgeschraubt bzw. gelöst werden können. (VdS Sicherungsrichtlinien / Technische Erläuterungen)
Eine Selbstverriegelung ist eine Einrichtung im Schloss, über die die Falle oder der Riegel bei geschlossener Tür selbständig in eine verriegelte Stellung gelangt, ohne dass hierfür eine Schlüsselbenutzung oder Beschlagsbetätigung erforderlich ist.
Ist eine Fertigungstechnik der Schlüssel zur Optimierung der Schlüsseleinführung.
Sicherheits- und Gesundheitsschutzkoordinator (SiGeKo)
Die Baustellenverordnung fordert, dass bei Planung und Ausführung von Bauvorhaben die einschlägigen Sicherheitsbestimmungen (Unfallverhütungsvorschriften, Arbeitsstättenverordnung, Arbeitsschutzgesetz etc.) eingehalten werden. Außerdem haben Bauherren nach § 4 der Verordnung die Verpflichtung, für die Verbesserung und Einhaltung von Sicherheits- und Gesundheitsschutz der Beschäftigten auf Baustellen zu sorgen.
Ein Sicherheits- und Gesundheitsschutzkoordinator wird auf Baustellen mit Beschäftigten mehrerer Arbeitgeber während der Planungs- und Ausführungsphase eines Bauvorhabens eingesetzt. Er legt die erforderlichen Maßnahmen für Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz fest, koordiniert sie und überwacht ihre Einhaltung. Die Aufgaben des SiGeKo können z. B. von Architekten, Bauingenieuren, Meistern, Polieren, Sicherheitsingenieuren oder anderen Personen erbracht werden, die Fachkunde und Befähigung für die Aufgabe nachweisen können.
Abgeschlossene Gebäude, abgeschlossene Teilbereiche von Gebäuden und abgegrenzte Räume, in denen sich die zu überwachenden Sachen befinden.
Hierbei handelt es sich um den Ausweis des Eigentümers von Schließanlagen oder codierten Einzelschließungen. Sie dient als Berechtigungsnachweis für Ersatzbestellungen beim Herstelle
Sperrleisten sind im Zylinderkern eingelassene, axiale Leisten, die durch besondere Ausbildung der Stiftzuhaltungen betätigt werden und die beim richtigen Schlüssel die Freigabe der Drehung des Zylinderkerns zulassen.
Sperrscheiben sind halbkreisförmige, meist gefederte Scheiben im Zylinderkern, die spezielle seitliche Nuten im Schlüssel kontrollieren.
Eine Sperrzeitschaltuhr wird hauptsächlich in Verbindung mit einer Einbruchmeldeanlage (EMA) als zeitgesteuerte Schalteinrichtung eingesetzt. Durch die Sperrzeitschaltuhr wird innerhalb der programmierten Sperrzeiten (Nacht) ein Unscharfschalten der EMA (Blockschloss) verhindert. Der Betreiber muss vor dem Scharfschalten der EMA die nächste Öffnungszeit bestätigen. Nach der Bestätigung kann die EMA scharfgeschaltet werden.
Sprengwirkungshemmende Fassadenertüchtigung
Ein- oder mehrschichtiges Bauelement, das dazu dient, eine Gebäudefassade oder Innenwand vor dem Druck und Impuls einer bestimmten Stoßwelle zu schützen.
Eine Norm für sprengwirkungshemmende Fassadenelemente besteht vorläufig nicht. Die Widerstandsklasse wird vorwiegend durch experimentelle Prüfungen nachgewiesen.
Sprengwirkungshemmende Fenster und Türen
Fenster, Türen oder Abschlüsse sind sprengwirkungshemmend (explosionshemmend), wenn sie dem Druck und Impuls einer bestimmten Stoßwelle widerstehen. Zur Prüfung der sprengwirkungshemmenden Eigenschaft dient das Verfahren nach DIN EN 13123-1.
Sprengwirkungshemmende Verglasung
Eine Verglasung ist sprengwirkungshemmend, wenn sie dem Druck und Impuls einer bestimmten Stoßwelle widersteht. Zur Prüfung der sprengwirkungshemmenden Eigenschaft einer sprengwirkungshemmenden Verglasung und zur Einteilung dieser Verglasung besteht für den europäischen Bereich die DIN EN 13541. Diese Norm unterscheidet zwischen den Widerstandsklassen ER1 bis ER4.
Stand-alone-Zutrittskontrollsystem
Ein Stand-alone-Zutrittskontrollsystem ist eine Zutrittskontrolle für einen oder wenige räumlich zusammenhängende Durchgänge wobei die Entscheidungsintelligenz in einer "Zentrale" programmiert ist, an der Lesegeräte oder Terminals ohne eigene "Intelligenz" angeschaltet werden.
Stehende Verbindung (Festverbindung)
Physikalische oder logische Verbindung, die nach dem Einrichten oder Aufbau für die Übertragung von Meldungen oder zur Überwachung der Verbindung ständig zur Verfügung steht.
Eine Stiftzuhaltung ist eine aus Kernstift, Gehäusestift und Stiftfeder bestehende Zuhaltung, die die Drehung des Zylinderkerns im Zylindergehäuse nur zuläßt, wenn der zum Schließzylinder gehörende Schlüssel eingeführt ist und dabei Kernstifte und Gehäusestifte so verschiebt, daß die Stifte die Trennungsebene zwischen Kern und Gehäuse freigeben.
Die durch ein Anlageteil oder die Gefahrenmeldeanlage abgegebene Meldung über eine erkannte oder vorliegende Störung.
Der Stufensprung ist der kleinste Nennmaßunterschied zwischen unterschiedlichen Schlüsseleinschnitten bzw. Schlüsselbohrungen.
Sub-Übertragungszentrale (SÜZ)
Verarbeitungseinheit zur Konzentrierung, Vermittlung, Wandlung und Verarbeitung von Meldungen und Steuersignalen. Sie kann auch als Verbindung zwischen zwei unterschiedlichen Netzen dienen. Die SÜZ verfügt in Melderichtung (ÜE --> AE) am Eingang über die Schnittstelle S3 und am Ausgang über die Schnittstelle S2.
Die Synoptik in einer Gefahrenmeldeanlage ist eine schematische Darstellung der einzelnen überwachten Objekte in Form von transparenten, farbigen Darstellungen mit Beschriftung und Leuchtanzeigen.
Die Synoptik zeigt meist die Grundrisse der verschiedenen Stockwerkebenen in ihrer ungefähren geographischen Lage und ihrem gegenseitigen Zusammenhang ohne Anspruch auf Maßstabstreue.
Hierunter versteht man lose, in den Kernstift eingelassene, pilzförmige Stiftteile, welche beim Nachschließen das Abtasten und das Durchdrücken in den Schließkanal durch seitliches Abkippen erschweren.
Abkürzung für „Transmission Control Protocol / Internet Protocol“. Das grundlegende Verbindungsprotokoll für den Datenaustausch zwischen Internet-Rechnern. Es kann mit unterschiedlicher Hardware benutzt werden und wird von nahezu allen Betriebssystemen unterstützt.
Testmeldung / Routinemeldung
Meldung, der keine Nutzinformation (z.B. Gefahrenmeldung) zugrunde liegt und die zur Überprüfung des Übertragungswegs und der Verfügbarkeit dient.
Anmerkung: Für VdS-attestierte EMA mit Übertragungswegen über bedarfsgesteuerte Verbindungen ist mindestens alle 25 h einmal eine automatische Testmeldung von der Übertragungseinrichtung (ÜE) an die Alarmempfangs¬stelle zu übermitteln.
Eine Sicherheitsdienstleistung: Regelung, Überwachung und Kontrolle des Personen-, Fahrzeug- und Güterverkehrs an den Eingängen und Einfahrten von Gebäuden und Grundstücken.
Transaktionen/Ereignis-und Massnahmenprozess (GMS)
Anhand dieser Prozesse werden beim Eintritt bestimmter Ereignisse einerseits eine Reihe von Maßnahmen automatisch vom Gebäudemanagementsystem (GMS) ausgeführt. Andererseits werden in textlicher oder grafischer Form Maßnahmen oder Vorschläge vom GMS zur Verfügung gestellt.
Transiente Störungen sind nichtperiodische Störungen, die häufig durch relativ steile Anstiegsflanken sowie hohe Spitzenwerte im Stromversorgungsnetz gekennzeichnet sind. Aufgrund dieser extremen Parameter führen leitungsgebundene Transiente häufig zu irreversiblen Veränderungen bzw. Zerstörungen von elektronischen Bauelementen gerade auch im Bereich von Telekommunikationseinrichtungen und stellen in der elektromagnetischen Verträglichkeit (EMV) eine besondere Klasse von Störungen dar, die als elektromagnetische Pulse (EMP) bezeichnet wird. Mit Hilfe von nichtlinearen Schutzschaltungen lassen sich diese Störungen wirksam unterdrücken bzw. dämpfen.
Ein Transponder ist ein mikroelektronischer Schaltkreis mit einer Sende- und Empfangsantenne, mit einer Steuerlogik und mit einem Daten- und Energiespeicher.
Die Aufgabe eines derartigen Schaltkreises besteht darin, gespeicherte Informationen mit einer sich in Sendereichweite befindlichen Lesestation drahtlos auszutauschen.
Trennungsebenen (-linien)
Als Trennungsebene oder -linie bezeichnet man die Ebene zwischen Zylinderkern und Zylindergehäuse, die bei passendem eingestecktem Schlüssel durch die richtige Einordnung der Zuhaltungen die Drehung des Kerns im Gehäuse zuläßt.
Tropfenförmige Stiftzuhaltungen
Sie dienen durch die seitliche Führungskante der Stabilisierung des Hubweges.
Der Tyndall-Effekt ist benannt nach seinem Entdecker John Tyndall, der die Streuung von Licht in kolloiden Lösungen untersucht hat: An submikroskopischen Schwebeteilchen (mit Abmessungen ähnlich der Lichtwellenlänge), die in einer Flüssigkeit oder einem Gas gelöst sind, wird Licht aus einem durchtretenden Strahlenbündel seitlich herausgestreut (Mie-Streuung). Dadurch wird der gesamte Lichtstrahl auch von der Seite her sichtbar, beispielsweise bei Sonnenschein im Nebel- oder auch nachts die Lichtkegel von Scheinwerfern in Nebel oder Wolken. Optische Rauchmelder nutzen den Effekt, indem sie Streulicht detektieren, das auf Tauch hinweist.
Warnung, die von Personen zum direkten Hilferuf bei Überfällen abgesetzt wird.
Überfallmeldeanlage (ÜMA)
Anlage, die Personen zum direkten Hilferuf bei Überfällen dient.
Meldung des Ansprechens eines Überfallmelders, die unabhängig vom Schaltzustand der EMA zu einem Fernalarm führt.
Übertragungsanlage für Gefahrenmeldungen (ÜAG)
Anlage, die Meldungen aus Gefahrenmeldeanlagen aufnimmt, über überwachte Übertragungswege weiterleitet und bei einer Alarmempfangsstelle (NSL oder Polizei) anzeigt.
Hinweis: Auslaufender Begriff; gemäß VdS 2471 „VdS-Richtlinien für Gefahrenmeldeanlagen – Übertragungswege in Alarmübertragungsanlagen“ entspricht diese Anlage einer AÜA mit stehender Verbindung.
Übertragungseinrichtung (ÜE)
ÜE nehmen Mel¬dun¬gen aus Gefahrenmeldeanlagen auf, bereiten sie für die Über¬tra¬gung über Übertra¬gungswege vor und dienen als Schnittstelle zu diesen Übertragungswegen. Wei¬terhin bereiten sie die in der Alarmempfangseinrichtung ge¬gebenen Steuerbefehle auf und lei¬ten diese an die angeschlos¬sene Ge¬fahrenmeldeanlage wei¬ter.
Hinweis: Bisheriger Begriff: Übertragungsgerät (ÜG)
Übertragungszentrale (ÜZ)
Empfangseinrichtung in Alarmübertragungsanlagen, die Meldungen aus Gefahrenmeldeanlagen empfängt, auswertet, ggf. speichert und Steuersignale an die Übertragungseinrichtung (ÜE) weiterleitet.
Ultraschallmelder bestehen aus einem Ultraschallgeber und einem Ultraschall-empfindlichen Sensor. Die emittierten unhörbaren Schallwellen werden an Gegenständen im überwachten Raum reflektiert und von der Sensorelektronik verarbeitet. Dringt nun ein sich bewegendes Objekt in den überwachten Raum ein, entsteht durch die unterschiedlichen Laufzeiten der Schallwellen (Dopplereffekt) eine Frequenzverschiebung im gewohnten "Schallbild", was den Melder zur Alarmgabe veranlasst
Jährliche Kosten, die dem Betreiber/Eigentümer einer Schutzmassnahme durch den Unterhalt laufend und die Reparaturen periodisch entstehen
Unterschiedliche Trassen sind gegeben, wenn Übertragungswege im Bereich von Übertragungseinrichtung (ÜE) und Übertragungszentrale (ÜZ/SÜZ) so ausgeführt sind, dass Angriffe auf eine Trasse (z.B. ein Fernmeldekabel) die andere Trasse nicht negativ beeinflussen.
Beispiele: Unterschiedliche Zuführung von zwei Fernmeldeleitungen in ein Gebäude, Übertragung über Fernmeldeleitung und über Funknetz.
Unterbrechungsfreie Stromversorgung: Störungen oder Unterbrechungen in der Stromversorgung können zu Datenverlusten führen, daher ist eine USV-Anlage ein wichtiger Teil von Computeranlagen. Sie filtert die Netzspannung und schützt vor Unterspannung aber auch vor Spannungsspitzen. Falls es einen kompletten Netzausfall gibt, erlaubt die USV-Anlage, die mit Akkumulatoren arbeitet, dem Anwender genügend Zeit, um Arbeiten abzuschließen und Geräte korrekt auszuschalten. Einsatzgebiete sind z.B. Server, Telefonanlagen, Notbeleuchtung, Alarmanlagen, Überwachungssysteme, Gebäudeautomatik.
Verband der Schadensversicherer e.V. mit Sitz in Köln. Privatrechtlicher Verein, dem die meisten Sachversicherer angeschlossen sind.
VdS-anerkannte GMA (EMA/ÜMA, BMA)
Anlagen, die den jeweiligen VdS-Richtlinien für Planung und Einbau (VdS 2311 bzw. VdS 2095) entsprechen und von VdS-anerkannten Errichterfirmen projektiert und errichtet werden. Die Konformität der GMA mit den VdS-Richtlinien wird von der Errichterfirma mittels Installationsattest (VdS 2170 bzw. VdS 2309) dokumentiert.
Prüf- und Zertifizierungsverfahren der VdS Schadenverhütung. VdS-Anerkennungen können sowohl für Produkte als auch für Dienstleister (z.B. Errichterbetriebe, Wach- und Sicherheitsunternehmen) der Brandschutz- und Sicherungstechnik ausgesprochen werden. Die VdS-Anerkennung wird durch ein Zertifikat dokumentiert. VdS-anerkannte Produkte und Firmen werden in VdS-Verzeichnissen gelistet.
Mitarbeiter(in) einer Interventionsstelle (IS), welche(r) über eine ausreichende Qualifikation und Befugnisse verfügt, um die Arbeiten der Interventionsstelle leiten und überwachen zu können.
Verglasung in mehrschichtigem Aufbau aus Silikat- und/oder Kunststoffglas, deren Schichten mit Kunststofffolie oder Spezialharz fest verbunden werden. Folgende Eigenschaften können konzipiert werden: Absturzhemmend (Pendelschlagversuch), Durchwurfhemmend (Kugelfallversuch), Durchbruchhemmend (Axtmaschinenversuch), Durchschusshemmend (Beschussversuch), Sprengwirkungshemmend (Explosionsversuch).
Eine hochwertige Vergütung (Entspiegelung) vermindert Streulicht in der Optik und beugt unerwünschten Reflexionen vor. Vor allem bei sehr hellem Licht oder Gegenlicht kann es ohne Vergütung zu Spiegelungen oder nebelartigen Geisterbildern kommen.
Unter Verzeichnung versteht man die Eigenschaft von Objektiven, Gegenstände zum Bildrand hin immer stärker zu verzerren. In der Nähe des Bildrandes werden gerade Linien nach außen (tonnenförmige Verzeichnung) oder innen (kissenförmige Verzeichnung) gewölbt.
Video-Bewegungsmelder sind Videosysteme zum Erkennen eines bewegten Objektes durch Auswertung von Veränderungen im zu überwachenden Bildfeld.
Dazu wird das von einer Videokamera aufgenommene Bild digitalisiert und von einer Recheneinheit bewertet. In einfacheren Systemen wird hierbei das Bild in Teilbilder unterteilt und nach Veränderungen im mittleren Grauwert der einzelnen Teilbilder untersucht. Durch Plausibilitätsbetrachtungen von Änderungen in einem oder mehreren Teilbildern gegenüber den vorher gemessenen Werten wird auf eine unzulässige Änderung im überwachten Bildfeld geschlossen und daraus eine Alarmmeldung abgeleitet.
Bei der Video-Bildanalyse werden die Video-Kamerasignale digitalisiert, falls sie nicht schon in digitaler Form vorliegen. Diese digitalen Signale werden durch moderne Bildauswerteverfahren mit spezifischen Algorithmen ausgewertet, um gewisse Ereignisse zu erkennen. Meist werden heute PC basierte Systeme eingesetzt, die Signale von 4 bis 16 Kameras auswerten können. Es gibt aber bereits "intelligente" Kameras, die selbst eine Analyse der Bildsignale durchführen.
Digitale Videobildspeicher (DBSP) ersetzen immer häufiger Multiplexer kombiniert mit Langzeitrecordern (VCR). Dabei werden meist PC- basierte Systeme eingesetzt, die neben der digitalen Bildspeicherung einen Multiplexer für 8 bis 16 Kameras enthalten.
Im Nahbereich ist die analoge Übertragung von Videosignalen über Koax- oder Fiberoptikkabel und die Verteilung über Kreuzschienen auf analoge Videomonitore immer noch eine preiswerte Lösung, bei einer Vielzahl von Kameras und Monitoren am gleichen Ort.
Die Video Bildübertragung für Überwachungsanwendungen erfolgt heute vorwiegend über das ISDN-Netz, über private LANs oder im Verkehrsbereich via ATM-Übertragungswege. Das Internet wird für professionelle Überwachungsaufgaben eher selten benutzt, obwohl es sehr viele Anbieter von Internet-tauglichen Netcams gibt.
Video-Brand-Früherkennung
Durch Digitalisieren und Analysieren der Videosignale von konventionellen Überwachungskameras können Brandsituationen frühzeitig erkannt werden. Dabei werden die digitalen Videobilder mit speziellen Algorithmen ausgewertet, um Rauch oder Feuer im Videobild zu erkennen. Solche Systeme verarbeiten als Input die Signale von normalen Video-Überwachungskameras und können als redundante Ergänzung zu konventionellen Brandmeldezentralen eingesetzt werden.
Ein Video-Delayer (Verzögerer) ist ein Ereignisspeicher der es erlaubt, für eine Videokamera die Bildsignale kontinuierlich um einige Sekunden zu verzögern. Damit kann im Alarmfall automatisch mit jedem Aufnahmegerät wie z.B. DVD-Recorder, Digitaler Bildspeicher oder Langzeitrecorder die Zeit vor dem Alarm und die Zeit nach dem Alarm mit einer Bildsequenz von 25 Bildern/sec ohne Unterbrechung aufgezeichnet werden. Dies ermöglicht für jede Kamera individuelle Voralarmzeiten einzustellen, die auch bei Mehrfachalarmen mit 25 Bildern/sec aufgezeichnet werden. Die Zeiten vor dem Alarm können auch direkt an einem konventionellen Videomonitor beobachtet werden.
Moderne Videoanlagen bestehen aus einer Vielzahl von Komponenten von verschiedenen Herstellern. Nebst klassischen (analogen) CCTV-Anlagen werden immer häufiger auch digitale Systeme eingesetzt, bei denen die Video-Bildübertragung über digitale Kommunikationsnetzwerke oder LAN's erfolgt.
Die Darstellung, Verarbeitung und Speicherung der Videodaten erfolgt dann oft direkt in digitaler Form. Die digitale Erfassung, Übertragung, Speicherung und Verwaltung von digitalen Videobildern oder Sequenzen, zu Überwachungszwecken, wird oft als "NetworkSecurity" bezeichnet und heute vielfach von Gebäudemanagement-Systemen übernommen.
Videoüberwachungsanlage (VÜA)
Anwendungsspezifisch erstelltes Videoüberwachungssystem vor Ort und definiertem Schutzziel.
Videoüberwachungssystem (VÜS)
Aufeinander abgestimmte technische Komponenten zur Bilderzeugung, Bildübertragung, Bildsteuerung, Bilddokumentation, Bildspeicherung, Bilddarstellung und Bildbewertung.
Mit Vignettierung bezeichnet man den Helligkeitsabfall in den Bildecken, der durch mechanische Verengung oder durch physikalische (natürliche) Effekte entsteht. Sie tritt hauptsächlich bei Weitwinkelobjektiven auf. Durch Abblenden des Objektives kann die Vignettierung verringert werden.
So bezeichnet man Schlösser mit Bügel oder Bolzen zum Verschluß von z.B. Türen, Rolläden, Behältnissen mit entsprechenden Ösen zur Aufnahme der Bügel oder Bolzen.
Virtual Storage Appliance
Wach- und Sicherheitsunternehmen (WuS)
Unternehmen zum gewerblichen Schutz von Personen und Sachwerten.
Unter einem Wächterkontrollsystem versteht man Geräte, die der Kontrolle und Sicherheit des Werkschutz- oder Wachmannes sowie der Protokollierung der durchgeführten Objektschutzaufgaben dienen. Hierfür gibt es verschiedene Systeme (Stechuhr, drahtgebundene Melde- und Kontrollsysteme, Funk-Stechuhr, elektronischer Datensammler).
Einige davon erfüllen zugleich die Sicherheitsfunktionen einer Personen-Notsignal-Anlage (PNA).
Ein Wandleser dient der Identifikation einer Person vor dem Betreten eines Gebäudes oder eines bestimmten Bereiches. Deren Zutrittsberechtigung wird am Gerät anhand eines elektronischen Schlüssels (z.B. einer Chipkarte), eines einzugebenden Codes oder auch des Fingerabdrucks überprüft, anschließend sendet es ein entsprechendes Signal. Wandleser werden vorrangig an Türen eingesetzt, die online verwaltet werden oder bei denen ein elektronischer Zylinder oder Beschlag aus technischen Gründen nicht montierbar ist, wie z.B. bei Schiebe- oder Karusselltüren.
Der Warenzeichenschutz ist ein zivil- und strafrechtlicher Schutz der eingetragenen Warenzeichen. Der Schutz dauert 10 Jahre und kann um weitere 10 Jahre verlängert werden.
Als Wärme- oder thermische Melder für die Branderkennung bezeichnet man wärmeempfindliche Sensoren, die aufgrund der bei einem Brand auftretenden Temperaturerhöhung Alarm auslösen. Solche Melder können entweder als Thermomaximalmelder oder als Thermodifferentialmelder konstruiert werden.
Wassermeldesysteme sind Gefahrenmeldeanlagen (GMA) und werden zur ständigen Kontrolle von Flächen, Räumen, Rohrleitungen und sonstigen Einrichtungen (zum Beispiel EDV-Anlagen) in Bezug auf den Austritt von elektrisch leitenden Flüssigkeiten (zum Beispiel Wasser) eingesetzt.
Durch den Einsatz eines Sensors (Feuchtigkeitssensor, Sensorkabel, Niveauwächter) als aktives Teil eines Wassermeldesystems, werden besonders gefährdete Bereiche (Doppelböden von EDV-Anlagen, Rohrleitungen) punktuell (Feuchtigkeitssensor, Niveauwächter) oder linear (Sensorkabel) überwacht. Die Auswerteelektronik nimmt die Widerstandsänderungen auf und meldet den Alarm- oder Störfall.
Wert der hellsten weiße Stelle im Testbild. Idealerweise beträgt der Messwert 100%, in der Praxis können Werte ab 90% als gut bezeichnet werden.
Wendeschlüssel-Schließsysteme
Sind in der Regel Systeme, deren Schlüssel beidseitig spiegelbildlich gebohrt sind und die das Schlüsseleinführen in zwei Schlüssellagen erlauben. Man unterscheidet dabei Schließsysteme mit vertikaler und horizontaler Schlüsselführung.
Als Werkschutz bezeichnet man den Sicherheitsdienst eines einzelnen Unternehmens. Die Hauptaufgabe des Werkschutzes besteht darin, Gefahren vom Unternehmen sowie deren Mitarbeitern fernzuhalten. In der heutigen Zeit wird diese Aufgabe durch Einsatz von Technik, wie z.B. Videoüberwachung, Alarmanlagen, Computer und Brandmeldeanlagen unterstützt. Der Werkschutz ist nicht nur für die Abwendung von Gefahren zuständig, sondern dient auch als Kontrollinstanz gegenüber den Mitarbeitern des Unternehmens. Hierbei wird die Einhaltung der arbeitsrechtlichen Bestimmungen überprüft, was letztendlich auch der Gefahrenabwehr dient. Die Mitarbeiter haben den Anweisungen des Werkschutzes Folge zu leisten, der Werkschutz hat das Hausrecht. Der Werkschutz übernimmt innerhalb eines Unternehmens verschiedene Aufgabenbereiche: Wachgänge auf dem Gelände, Kontrollen am Eingangsbereich, Überwachung des Güterverkehrs sowie allgemeine Sicherheitsaufgaben. Er hat zwar Hausrecht, aber nicht die hoheitlichen Befugnisse der Polizei.
Die Definition der Barrierewirkung unterschiedlichster Sicherungen steht in direktem Verhältnis zu den unterstellten Angriffsmitteln. Dabei sind sowohl die verwendeten Angriffswerkzeuge als auch das Fachwissen sowie die Intensität des Vorgehens der Täter zu berücksichtigen. Zur effizienten Anwendung von Sicherungsmitteln ist es erforderlich, deren Widerstandswert in Abhängigkeit unterschiedlichster Angriffsszenarien zu kennen. Dazu muss eine Widerstandsklasseneinteilung vorgenommen werden, die üblicherweise verwendete Werkzeuggruppen einem bestimmten Täterverhalten zuordnet.
Widerstandswert (auch Widerstandszeitwert) ist – als Vergleichswert – die Zeit in Minuten, die eine mechanische Schutzeinrichtung einem definierten, gewaltsamen Angriff Widerstand entgegensetzt. Der Widerstandswert wird grundsätzlich durch praktische Versuche ermittelt. Bei Schutzeinrichtungen, die hintereinander angeordnet sind, kann er durch Addition der Widerstandswerte der einzelnen Einrichtungen errechnet werden.
Zaunsysteme sind Sicherheitsmaßnahmen im freien Gelände vor einem zu schützenden Objekt. Sie bestehen aus mechanisch/baulichen Elementen, den Barrierenelementen oder Perimeterbarrieren und sind bei erhöhtem Sicherheitsbedarf kombiniert mit Detektions- sowie Beobachtungs- und Identifikationssystemen.
Zeitalarm ist ein Signal, das beim Ausbleiben einer von der gefährdeten Person angeforderten Quittierung nach vorgegebener Zeit durch das Personen-Notsignalgerät ausgelöst wird.
Zeitgesteuerte Schalteinrichtung
Die zeitgesteuerte Schalteinrichtung lässt erst nach Ablauf der eingestellten Sperrzeit die Durchführung weiterer Schaltvorgänge zu. (Definition nach DIN VDE 0833)
Das Zeitschloss ist eine Sperreinrichtung, die über mechanische oder elektronische Uhrwerke betätigt wird. Der Einbau erfolgt in der Regel auf der Innenseite von Tresorraum- oder Geldschranktüren. Mit dem Verriegeln der Tür wird die Sperrung wirksam, und die Tür kann erst nach Ablauf der eingestellten Sperrzeit geöffnet werden. (VdS Sicherungsrichtlinien / Technische Erläuterungen)
Eine Zentralschließanlage ist eine Schließanlage, bei der mehrere unterschiedliche Einzelschlüssel einen oder mehrere Zentral-Schließzylinder gemeinsam oder zum Teil schließen.
Zuhaltungen sind Sperrorgane im Schließzylinder.
Buntbartschloss: Schloss mit nur einer Sperrzuhaltung, die durch den Schlüsselbart so angehoben wird, dass der Riegel bewegt werden kann. Der Riegel wird durch ein- oder zweimaliges Drehen des Schlüssels (1- oder 2-tourig) vorgeschlossen. Beim Buntbartschloss besteht die Variationsmöglichkeit in der Anzahl der unterschiedlichen Schlüsselbartformen.
Zutrittskontrollanlage (ZKA)
Anlage für die automatische Überprüfung von Zutrittsberechtigungen, die Steuerung von Sperren sowie die Registrierung von Vorgängen.
Eine Zutrittsberechtigung zu Arealen, Gebäuden, Gebäudeteilen oder einzelnen Räumen muss mindestens durch Prüfung der Systemzugehörigkeit des Identifikationsmerkmalträgers, zeitlichen Zutrittsbeschränkungen (Zeitzonen), örtlichen Zutrittsbeschränkungen (Raumzonen)
ermittelt werden. Nur wenn diese Kriterien erfüllt sind, darf der Zutritt freigegeben werden, d.h. es muss sich um die richtige Person oder das richtige Identifikationsmittel (ID-Karte oder Gegenstände mit maschinell lesbaren Informationen) handeln. Zusätzlich muss eine Zutrittsberechtigung für einen bestimmten Zeitabschnitt zu einem bestimmten Areal gegeben sein.
Die Zutrittskontrolle kann in Abhängigkeit des Sicherheitsbedürfnisses rein visuell, z.B. durch einen Pförtner (personelle Zutrittskontrolle) oder durch eine automatische Zutrittskontrollanlage erfolgen. Es ist auch möglich, ein Zutrittskontrollsystem zur Unterstützung eines Pförtners einzusetzen.
Bei den meisten Zutrittskontrollanlagen erfolgt die Identifikation des Benutzers anhand zugewiesener Merkmale.
Ein Zutrittskontrollsystem vereinigt verschiedene bauliche, apparative, organisatorische und personelle Maßnahmen zur Sicherstellung einer möglichst optimalen Zutrittskontrolle.
Ein Zutrittskontrollsystem ist nicht mit einzelnen Komponenten, wie z.B. einer automatischen Zutrittskontrollanlage (apparative Maßnahme, welche durch organisatorische und personelle zu ergänzen ist) gleichzusetzen.
Zutrittskontrollsysteme werden bei erhöhten Sicherheitsanforderungen, beispielsweise für Flughäfen, Rechenzentren, Industrieanlagen, militärische Objekte usw. angewendet und bedürfen einer sorgfältigen Abklärung aller betrieblichen Randbedingungen.
Hierunter versteht man die stufenweise Anpassung der Zylinderlängen an die jeweiligen Türstärken in Verbindung mit den Beschlägen.
Auflauf- und Aushebeflächen
Auflauf- und Aushebeflächen am Schlüssel optimieren durch das Aussteuern und Ausheben die Hubbewegungen aller Stiftzuhaltungen im Zylinder.
Die Aufsperrsicherheit ist der Grad der Erschwerung, die Sperrorgane eines Schließzylinders gewaltlos mit Hilfsmitteln ohne Kenntnis des zugehörigen Schlüssels zerstörungsfrei zu überwinden.
Ovalzylinder-Riegelschlösser
Hierbei handelt es sich um einteilige Schließzylinder mit integriertem Rundriegel (verschiedene Längen), die über ein Zahngetriebe betätigt werden. Sie bedürfen keines separaten Schloßkastens.
Das Schlüsselprofil ist die Querschnittsform des Schlüssels; sie paßt zu dem entsprechenden Schlüsselkanal im Schließzylinderkern.